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SIL-Schlussbericht: Pistenverlängerung bringt am meisten Entlastung

Aktualisiert am 13.08.2009

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) hat am Donnerstag den Entwurf des SIL-Schlussberichts vorgelegt. Darin schneidet die Variante mit den Pistenverlängerungen am besten ab.

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Haltung Unique

Die Flughafenbetreiberin Unique nimmt den Entwurf des SIL-Schlussberichtes zur Kenntnis, stellt aber gleichzeitig fest, dass es in Sachen Flugbewegungen künftig eng werden dürfte. Alle drei Varianten erlauben höchstens 350'000 Flugbewegungen pro Jahr.

Die Nachfrage nach Flügen werde in den kommenden Jahren aber weiter steigen, sagte Unique-Sprecher Marc Rauch auf Anfrage der SDA. «Voraussichtlich im Jahr 2020 werden wir dieser Nachfrage nicht mehr gerecht, wenn die Anzahl Flugbewegungen auf 350'000 begrenzt ist.» Rauch betonte, dass diese Tatsache im Konsultationsverfahren eine wichtige Rolle spielen müsse.

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Im Rahmen des Koordinationsprozess zum Sachplan Infrastruktur Luftfahrt hatte das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vor einem Jahr entschieden, sich für den zukünftigen Betrieb auf drei Varianten abzustützen.

Zwei Varianten orientieren sich dabei am heutigen Flugbetrieb und dem bestehenden Pistensystem. Die dritte Variante setzt hingegen eine Verlängerung zweier Pisten voraus und basiert auf einer Kombination von Nord- und Ostbetrieb.

350'000 Flugbewegungen jährlich wären möglich

Inzwischen liegen für alle drei Varianten detaillierte Berechnungen vor, wie es in einer Mitteilung von Bazl und Uvek vom Donnerstag heisst. Mit allen Varianten könnten etwa rund 350'000 Flugbewegungen jährlich bewältigt werden.

Was die Lärmauswirkung anbelangt, ist die Anzahl betroffener Personen bei der dritten Variante mit Pistenverlängerungen jedoch am geringsten. Während des Tages sind dabei rund 13'000 Personen betroffen - im Gegensatz zu rund 20'000 bei den ersten beiden Varianten.

Die betroffenen Kantone, Bundesstellen und Gemeinden können nun zum Entwurf bis Ende Oktober Stellung nehmen. Vorgesehen ist, dass der Bundesrat die künftige Betriebsvariante im Jahr 2012 genehmigen wird.

(tif/sda)

Erstellt: 13.08.2009, 12:15 Uhr

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