Zürich
SP und Grüne verhandeln über eine Wahlallianz
Von Stefan Häne. Aktualisiert am 08.08.2011 6 Kommentare
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Was SVP und FDP bereits ausgeschlossen haben, ist im linken Lager noch in Verhandlung: eine Allianz bei den nationalen Wahlen vom 23. Oktober. Konkret geht es um die Option einer Listenverbindung. Delegationen beider Parteien diskutieren in den kommenden Tagen darüber, bestätigt Daniel Frei, Generalsekretär der kantonalen SP. Die Parteien müssen bis Donnerstag ihre Listen einreichen, bis zum 29. August ihre Listenverbindungen.
Letztere nützen in der Regel grossen Parteien, wenn sie mit kleineren Allianzen schmieden. Dies ist denn auch der Grund, weshalb die SP Interesse bekundet. Sie erhofft sich, dass ihr etwaige rotgrüne Reststimmen einen zusätzlichen Sitz verschaffen und so zu einem besseren Wahlresultat als 2007 verhelfen. Damals verlor die Zürcher SP drei ihrer zehn Sitze. Die Grünen hingegen gewannen einen Sitz (neu: vier).
Druckversuche der SP?
Aus grünen Kreisen verlautet, die SP setze sanften Druck auf: Falls keine Listenverbindung zustande komme, werde sie den Ständeratskandidaten der Grünen, Balthasar Glättli, nicht unterstützen. Philipp Maurer, Co-Präsident der Grünen, stellt klar, ein Deal komme nicht infrage. Die beiden Fragen seien gesondert zu betrachten. Ob die Grünen SP-Ständeratskandidat Thomas Hardegger unterstützen werden, lässt Maurer mit Verweis auf die anstehenden Gespräche offen.
SP-Generalsekretär Daniel Frei will von Druckversuchen seiner Partei nichts wissen. Frei betont, eine gegenseitige Wahlempfehlung habe in erster Linie symbolischen Charakter. Die Wähler von SP und Grünen würden so oder so grossmehrheitlich Hardegger und Glättli auf den Zettel schreiben.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 08.08.2011, 07:24 Uhr
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