Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

SVP verlangt von den SBB ihr Geld zurück

Von Stefan Häne. Aktualisiert am 06.10.2011 61 Kommentare

Die SBB wollten der SVP alternative Standorte für die verweigerten Plakate am HB anbieten. Doch die Partei winkt ab.

Plakat gegen Ausländer: Die SBB wollen keine flächendeckende Werbung im Hauptbahnhof.

Plakat gegen Ausländer: Die SBB wollen keine flächendeckende Werbung im Hauptbahnhof.
Bild: Keystone

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Es ist beim Versuch geblieben. Nachdem die SBB vor zwei Wochen die SVP-Werbung am Hauptbahnhof eingeschränkt hatten, wollten sie der Volkspartei alternative Standorte an anderen Bahnhöfen unterbreiten. Die SVP hatte jedoch kein Interesse daran. «Wir haben lediglich das Geld für die verweigerten Plakatplätze zurückgefordert», sagt Silvia Bär, stellvertretende Generalsekretärin der SVP Schweiz.

Geflossen ist die Summe zwar noch nicht, Bär geht aber davon aus, dass die Überweisung demnächst erfolgen wird. Das Geld – Bär nennt den Betrag nicht – wird die SVP im Wahlkampffinale für weitere Plakate verwenden – auf Privatgrund, welcher der eigenen Klientel gehört. Bär spricht von «Wildplakatierung», etwa entlang von Strassen. Auch dies sei sehr effektive Werbung, ist sie überzeugt.

Von SVP-Plakaten «erdrückt»

Die Notbremse gezogen haben die SBB, weil sich viele Reisende von der massierten SVP-Werbung «erdrückt» gefühlt haben. Hunderte von Reklamationen gingen beim Kundendienst ein. Als Reaktion darauf passten die SBB ihre Richtlinien an: Neu darf eine Partei von der gesamten Werbefläche im HB pro Tag noch höchstens die Hälfte für sich beanspruchen.

Bei der Massierung mit SVP-Plakaten im August sind es gemäss SBB deutlich mehr gewesen. Für die letzten Wochen im Wahlkampf hatte die SVP eine weitere Plakatwelle gebucht, kann nun aber nicht mehr mit der grossen Kelle anrichten.

Reisende beklagen sich weiter

Das neue Konzept hat sich laut SBB-Kommunikationschef Stefan Nünlist bewährt. «Die Durchmischung im HB ist viel besser geworden.» Unmut lösen die SVP-Plakate bei Reisenden gleichwohl noch aus. Die Zahl der Reklamationen sei gegenüber dem August jedoch deutlich zurückgegangen, sagt Nünlist. Anstoss errege zudem nicht mehr die schiere Menge der Plakate, sondern deren Inhalt, so provoziere etwa der Slogan «Masseneinwanderung stoppen!». Nünlist will die Werbung inhaltlich nicht werten. Er betont, die SBB seien «neutral».

Jedes Plakat mit innenpolitischem Inhalt toleriert die Bahn gleichwohl nicht. Verboten sind Werbung mit religiösen Inhalten oder Botschaften, «die offensichtliche Unwahrheiten beinhalten, ehrverletzend sind oder sonst geltende Gesetzesbestimmungen verletzen». Bei den SVP-Plakaten sei nichts davon der Fall, so Nünlist.

Auch wenn in der SVP der Ärger über die SBB noch immer beträchtlich ist: Plakatstellen im HB und in anderen Bahnhöfen wird sie gemäss Silvia Bär auch künftig buchen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 06.10.2011, 07:52 Uhr

61

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

61 Kommentare

Martin Dietiker

06.10.2011, 08:20 Uhr
Melden 53 Empfehlung

Autsch !! Das millionenteure Bombardement der $ünnelipartei ist dann offensichtlich doch etwas zu heftig, um nicht zu sagen abstossend. Wird der HB Zürich nur frequentiert von unerwünschten Ausländern oder Schweizern, die (gemäss Werbeplakaten) keine echten Schweizer sind, da sie nicht die $VP wählen? Wer derart klotzt und protzt, darf sich nicht beschweren über Brechreiz in der Bevölkerung. Antworten


lauener bernard

06.10.2011, 10:10 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Ich war gestern auf dem Hauptbahnhof Zürich und ich habe gleich viel CVP-Plakate gesehen wie SVP-Plakate. Diese stören wohl nicht????? Aber nein, CVP ist ja nach links gerutscht. (Blocher-Abwahl) Antworten



Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Dachdecker gelernt Bellini Personal AG, ZH

Dachdecker/-in Bellini Personal AG, ZH

Strategischer Einkäufer - Lead Buyer (m/w) yellowshark, Bern

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.