SVP verzichtet auf Stadtratskandidatur

Mit diesem Entscheid will die Partei ein Verzetteln der bürgerlichen Kräfte vermeiden, wie sie heute mitteilt. Den SVP-Mitgliedern wird Marco Camin zur Wahl vorgeschlagen.

Soll für die Bürgerlichen ins Rennen: FDP-Stadtratskandidat Marco Camin.

Soll für die Bürgerlichen ins Rennen: FDP-Stadtratskandidat Marco Camin. Bild: Keystone

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Die SVP der Stadt Zürich verzichtet auf eine Stadtratskandidatur. Dies gab sie heute Morgen in einer Medienmitteilung bekannt. Sie sei «nach intensiven Gesprächen mit der FDP, mit Handels- und Gewerbeverbänden und mit Zürcher Unternehmen» zum Schluss gekommen, «aus pragmatischen Gründen» zu verzichten. Man wolle damit ein Verzetteln der bürgerlichen Kräfte vermeiden, heisst es weiter.

«Wir werden unseren Leuten sagen, dass FDP-Kandidat Marco Camin in den Stadtrat gewählt werden soll. Wie aktiv unsere Unterstützung im Wahlkampf sein wird, muss sich allerdings noch weisen», erklärt SVP-Stadtparteipräsident Roger Liebi gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

FDP soll SVP bei den Stadtratswahlen 2014 unterstützen

Die Partei macht in dem Communiqué deutlich, welche Erwartungen sie an einen künftigen Stadtrat Camin stellt. So soll er gewillt sein, «seine in Hearings und persönlichen Gesprächen gegenüber der SVP geäusserte rechtsbürgerliche Haltung auch im Stadtrat durchzusetzen und dies jeweils entsprechend zu kommunizieren». Von der FDP selbst wird wiederum erwartet, dass sie die SVP bei den Stadtratswahlen 2014 unterstützt. Ziel sei eine bürgerliche Wende in der Zürcher Regierung, heisst es in der Mitteilung weiter.

Wer mit Marco Camin in den Wahlkampf um den frei werdenden Sitz von Finanzvorstand Martin Vollenwyder (FDP), der auf nächsten Mai zurücktritt, einsteigen wird, ist noch unbekannt. Die Grünliberalen wollen ihren Kandidaten noch vor Weihnachten präsentieren. Der Vorstand der Alternativen Liste Zürich unterbreitet der Vollversammlung vom 4. Dezember einen Zweiervorschlag mit den Gemeinderäten Walter Angst und Richard Wolff. Die jungen Grünen verzichten, während die Juso eine eigene Kandidatur von jener der AL abhängig machen will. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 28.11.2012, 08:53 Uhr)

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