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SVP-Kantonsrat tritt nach Hildebrand-Affäre aus Justizkommission zurück

Aktualisiert am 16.01.2012 12 Kommentare

Der Fall Hildebrand zieht weitere Kreise: Nachdem die Staatsanwaltschaft gegen den SVP-Kantonsrat Claudio Schmid ein Verfahren eröffnet hat, gibt dieser seinen Posten in der Justizkommission ab.

Unklare Rolle in der Affäre Hildebrand: SVP-Kantonsrat Claudio Schmid im Rathaus, aufgenommen 2008.

Unklare Rolle in der Affäre Hildebrand: SVP-Kantonsrat Claudio Schmid im Rathaus, aufgenommen 2008.
Bild: Beat Marti

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Der Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid, gegen den im Zusammenhang mit der Weitergabe von gestohlenen Bankdaten des Ex-Nationalbankpräsidenten ermittelt wird, tritt per sofort aus der kantonsrätlichen Justizkommission zurück. Dies gab Kantonsratspräsident Jürg Trachsel (SVP) in der Sitzung vom Montag bekannt.

Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hatte Ende letzter Woche das Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl auf Claudio Schmid und den Thurgauer Kantonsrat und Anwalt Hermann Lei ausgeweitet. Den beiden SVP-Politikern wird Widerhandlung gegen das Bankengesetz vorgeworfen. Lei soll bei der Datenweitergabe als Mittelsmann fungiert haben.

Mit Datendieb befreundet

Claudio Schmid ist mit dem Anfang Jahr fristlos entlassenen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin befreundet, der Informationen über die Devisentransaktionen des ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand bei seinem damaligen Arbeitgeber entwendete.

Schmid bestätigte die Darstellung der «NZZ am Sonntag», wonach er dem Datendieb geraten habe, die Finger von der Sache zu lassen. Er vermittelte am 24. Dezember 2011 ein Treffen mit «Blick»-Journalisten, bei dem gemäss Schmid abgeklärt werden sollte, wie weit die Zeitung über die Hintergründe der Affäre im Bild ist.

Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst ein Strafverfahren gegen den ehemaligen Bank-IT-Mitarbeiter eröffnet, der sich Anfang Jahr selbst gestellt hatte. Letzte Woche gab die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft dann bekannt, dass das Verfahren auf die zwei SVP-Kantonalparlamentarier Claudio Schmid und Hermann Lei ausgedehnt worden sei. (ep/sda)

Erstellt: 16.01.2012, 10:48 Uhr

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12 Kommentare

Pipi Langhans

16.01.2012, 12:12 Uhr
Melden 38 Empfehlung

Er tritt zurück, ein eindeutigeres Schuldeingeständnis! Zumindest nach Lesart der echten Schweizer ist er schuldig! Ich möchte jetzt alle Emails aufgedeckt sehen, wie er, Lei und der Chef sich gegenseitig absprachen. Danke Antworten


Andreas Kyriacou

16.01.2012, 12:08 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Wenn Claudio Schmid wirklich nur den Tipp gab, die Finger von der Sache zu lassen, so hat er sich doch von allen bekanntermassen in den Fall Hildebrand involvierten SVP-Mitgliedern am saubersten und vermutlich als einziger juristisch korrekt verhalten. Oder ist auch in seinem Fall die Berichterstattung unvollständig? Antworten



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