Zürich
SVP-Kantonsrat tritt nach Hildebrand-Affäre aus Justizkommission zurück
Aktualisiert am 16.01.2012 12 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Hausdurchsuchung bei Hermann Lei – Christoph Blocher befragt
- «Bravo SVP des Kantons Zürich und ihren Exponenten»
- «Christoph Blocher ist eine Gefahr für die Schweiz»
- Ist Lügen in manchen Fällen erlaubt?
- Blocher ist nach Jahrzehnten nicht mehr Ehrengast am Sechseläuten
- Wo sich Hildebrand und Kielholz kreuzen
- «Es war normal, dass Blocher zu mir kam»
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der Zürcher SVP-Kantonsrat Claudio Schmid, gegen den im Zusammenhang mit der Weitergabe von gestohlenen Bankdaten des Ex-Nationalbankpräsidenten ermittelt wird, tritt per sofort aus der kantonsrätlichen Justizkommission zurück. Dies gab Kantonsratspräsident Jürg Trachsel (SVP) in der Sitzung vom Montag bekannt.
Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich hatte Ende letzter Woche das Strafverfahren im Zusammenhang mit dem Datendiebstahl auf Claudio Schmid und den Thurgauer Kantonsrat und Anwalt Hermann Lei ausgeweitet. Den beiden SVP-Politikern wird Widerhandlung gegen das Bankengesetz vorgeworfen. Lei soll bei der Datenweitergabe als Mittelsmann fungiert haben.
Mit Datendieb befreundet
Claudio Schmid ist mit dem Anfang Jahr fristlos entlassenen IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin befreundet, der Informationen über die Devisentransaktionen des ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand bei seinem damaligen Arbeitgeber entwendete.
Schmid bestätigte die Darstellung der «NZZ am Sonntag», wonach er dem Datendieb geraten habe, die Finger von der Sache zu lassen. Er vermittelte am 24. Dezember 2011 ein Treffen mit «Blick»-Journalisten, bei dem gemäss Schmid abgeklärt werden sollte, wie weit die Zeitung über die Hintergründe der Affäre im Bild ist.
Die Staatsanwaltschaft hatte zunächst ein Strafverfahren gegen den ehemaligen Bank-IT-Mitarbeiter eröffnet, der sich Anfang Jahr selbst gestellt hatte. Letzte Woche gab die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft dann bekannt, dass das Verfahren auf die zwei SVP-Kantonalparlamentarier Claudio Schmid und Hermann Lei ausgedehnt worden sei. (ep/sda)
Erstellt: 16.01.2012, 10:48 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
12 Kommentare
Wenn Claudio Schmid wirklich nur den Tipp gab, die Finger von der Sache zu lassen, so hat er sich doch von allen bekanntermassen in den Fall Hildebrand involvierten SVP-Mitgliedern am saubersten und vermutlich als einziger juristisch korrekt verhalten. Oder ist auch in seinem Fall die Berichterstattung unvollständig? Antworten
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten

