«Schade! Wer verkuppelt denn nun?»
Interview: Tina Fassbind. Aktualisiert am 02.03.2010 29 Kommentare
Natürlich spielte die Optik eine Rolle bei der Wahl der Singles: Swissdate-Redaktorin Anya Pfister.
Artikel zum Thema
Stichworte
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Frau Pfister, «Swissdate» gibts seit 1995. Wie viele Jahre davon haben Sie als Redaktorin der Sendung im Hintergrund gearbeitet?
Ich bin seit über 10 Jahren hinter den Kulissen von «Swissdate» tätig. Dabei habe ich die Kandidaten gecastet, die Sendung zusammengestellt, Ausgang und Chauffeure organisiert und jeweils die Aufnahmeleitung im Studio übernommen.
Was war die schönste Erfahrung, die Sie in dieser Zeit machen konnten?
Wenn sich zwei durch uns gefunden haben. Das war für mich immer wieder eine schöne Sache. Grundsätzlich war es eine positive Erfahrung, dass ich in dieser langen Zeit all diese Menschen kennenlernen durfte.
Gab es denn auch mal Einladungen zu Hochzeiten?
Ja, da gab es sogar einige. Aber die haben meistens am Samstag geheiratet – also genau dann, wenn ich das nächste «Swissdate» produzieren musste. Im Juli, wenn die Sendung abgesetzt wird, kann ich endlich mal an einer Hochzeit dabei sein. Dann heiratet ein Single, der vor ein, zwei Jahren über SMS seine künftige Frau kennengelernt hat.
Das klingt alles wundervoll. Gab es auch Momente, in denen Sie alles hinschmeissen wollten?
Das gab es tatsächlich nie.
Mussten Sie auch schon Kandidaten abweisen?
Ja, das kam vor, wenn jemand nicht kommunikativ genug war.
Spielte die Optik eine Rolle bei der Wahl der Singles?
Natürlich. Wir machen schliesslich eine Fernsehsendung.
Welches war der seltsamste «Swissdate»-Kandidat ihrer Karriere?
Ganz ehrlich: Mir kommt niemand in den Sinn, der aus der Reihe gefallen wäre. Alle Singles waren speziell. Ich wurde in meiner gesamten Zeit als Redaktorin von «Swissdate» nie von einem Kandidaten veräppelt. Das liegt wohl daran, dass wir immer ehrlich und fair mit allen umgegangen sind.
Wie fühlt es sich an, mit lauter verzweifelten Singles zusammenzuarbeiten?
Die waren sehr selten verzweifelt. Ganz im Gegenteil: Die meisten waren total aufgestellt. Sie haben einfach einen anderen Weg eingeschlagen, um jemanden kennenzulernen. Im TV kann man eben mehr Werbung für sich machen als im Ausgang.
Patty Boser, Joël Gilgen, Gabriela Ursprung: Drei ModeratorInnen haben durch die Sendung geführt. Mit wem hat die Arbeit am meisten Spass gemacht?
Mit allen. Patty wie auch Joël sind Profis und waren sehr warmherzig im Umgang mit den Kandidatinnen und –kandidaten. Und an Gabriela schätze ich ihre Power.
Was sagen Sie zum Ende der Sendung im Juli 2010?
Schade! Wer verkuppelt denn nun?
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 02.03.2010, 16:59 Uhr


































