Zürich
«Schlechter könnte die Visitenkarte Zürichs und der Schweiz kaum sein»
Aktualisiert am 31.03.2011 6 Kommentare
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- «Solche Taxifahrer gehören einfach weg»
- Taxifahrt vom Hönggerberg zur Kirche Höngg kostete 162 Franken
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Als eine betagte Dame ein Alpha-Taxi bestellt, um vom Friedhof Hönggerberg zur reformierten Kirche im selben Quartier zu gelangen, endet die Fahrt nach einer Stunde und mit einer Rechnung von 162 Franken. Dadurch verpasste sie die Abdankung eines Bekannten – obwohl die Strecke nicht einmal ein Kilometer weit ist.
Die Reaktionen der Tagesanzeiger.ch-Leser sind eindeutig: «Taxifahren in Zürich ist der blanke Horror», schreibt Daniel Landwehr. Die Fahrer seien ortsunkundig und unfreundlich dazu. Nicht nur die offenbar miserablen Geographiekenntnisse stören die Leser. «Oft muss ich mich mit Englisch oder einem Kauderwelsch verständigen», schreibt Fred Kramer.
Absichtliche Umwege
Dem nicht genug: Viele Taxikunden, welche die beste Route kennen, weisen die Chauffeure auf den günstigsten Weg hin – und scheitern. Bruno Michel aus Texas etwa wollte nach einem Besuch in der Schweiz von Neerach zum Flughafen. Als der Taxifahrer einen Umweg einschlagen wollte, hinderte ihn Michel daran. «In Niederglatt versuchte er es wieder und wollte nochmals Richtung Regensdorf», schreibt Michel.
Die Taxifahrer am Flughafen sind Daniel Koch ein Dorn im Auge. Die Servicequalität ist inakzeptabel. Die Autos seien alt, die Fahrer würden sich nicht auskennen und seien zuweilen unhöflich. «Schlechter könnte die Visitenkarte Zürichs und der Schweiz kaum sein», so Kochs Fazit.
«Fahrpreis zurückerstatten»
Zum Fall der betagten Dame, die die Abdankung verpasste, fordern Leser vom fehlbaren Taxifahrer mehr als einen Gutschein: «Das Mindeste wäre die Rückerstattung des gesamten Fahrpreises und ein Blumenstrauss», schreibt Jürg Wachter.
Lediglich zwei Leser setzen sich für die Taxifahrer ein. Leider wird zu wenig über gute, nicht alltägliche Erfahrungen berichtet, schreibt Peter Senn. Allerdings fügt er an: Sofern es diese überhaupt geben sollte. Und Peter Bieler kritisiert, dass der Fall «nur Vorurteile schürt».
Erstellt: 30.03.2011, 16:30 Uhr
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6 Kommentare
Reklamieren ist angesichts der grossen Zahl von untauglichen Taxifahrern zwecklos. Abwarten bis zum grossen Skandal (Taxifahrer bedroht Gast mit Pistole, belästigt nicht nur sondern vergewaltigt Passagierin, etc.) ist die einzige Chance für Besserung, denn danach werden Selektion und Prüfung wieder eingeführt, z.B. Deutschkenntnisse, Stadtkundigkeit, Strafregisterauszug. Antworten
Leider haben die Herren recht, das Taxifahrer in der Stadt Zuerich leider ihre Tätigkeit nicht als Dienstleistung ansehen, d.h. Kurzstrecken werden nicht angenommen, vor allen Dingen in der späteren Nacht, am Wochenende und oder Fahrten vom Hauptbahnhof zur ETH-Zürich. Die Ansprache zu den Kunden ist auch oft rauh und aggressiv. Der Berufstand sollte sich an seine Aufgaben zurückbesinnen. Antworten
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