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Schweinegrippe: Auslieferung des Impfstoffs an Zürcher Ärzte verzögert sich

Von Claudia Imfeld. Aktualisiert am 12.11.2009

Ab morgen erhalten auch die Arztpraxen den H1N1-Impfstoff für erwachsene Risikopersonen. Allerdings verzögert sich die Auslieferung. Die Verteilung ist aufwändig und kompliziert.

In solchen Boxen werden die Impfdosen von der Post an die Ärzte ausgeliefert.

In solchen Boxen werden die Impfdosen von der Post an die Ärzte ausgeliefert. (Bild: Keystone)

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Seit gestern Mittwoch können sich sowohl Kinder und Erwachsene, die zu den Risikogruppen gehören, im Impfzentrum und in den Spitälern gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Bei den Zürcher Arztpraxen dauert es etwas länger, bis sie ihre Patienten impfen können. Laut Urs Rüegg, Sprecher der kantonalen Gesundheitsdirektion, werden die Ärzte bis morgen Freitag die Dosen des Impfstoffs Focetria für Kinder und Schwangere erhalten haben. Damit ist ein grosser Teil des Kontingents für den Kanton Zürich – 40'000 Impfdosen für Schwangere und Kinder – verteilt.

Bis Montag warten

Beim Impfstoff Pandemrix für die erwachsenen Risikopersonen bis 64 Jahre verzögert sich die Auslieferung allerdings. Diese Pakete werden ab morgen an die Ärzte verteilt – aber nur ein Teil der 100'000 Dosen, die dem Kanton Zürich vom Bund zugeteilt wurden. «Nicht alle Ärzte werden die bestellten Dosen am Freitag erhalten, bei einigen wird es nächste Woche werden», sagt Rüegg. Er schätzt, dass morgen Freitag nur rund 400 der 1200 Bestellungen von mehreren Dutzend Impfdosen, welche die Ärzte bis letztes Wochenende gemacht haben, ausgeliefert werden können. Auch erhalten nicht alle Ärzte die gewünschte Menge an Impfdosen. «Wir mussten kontingentieren», so Rüegg.

Erfolglose Auslieferungen

Grund für die Verzögerung beim Impfstoff für die Erwachsenen ist laut Rüegg die enorme Logistik, die derzeit hinter den Kulissen läuft. Die Post liefert die gekühlten Impfdosen in Paketen per Speziallieferung an die Arztpraxen aus. Doch die Ärzte sind nicht immer vor Ort, wenn der Postbote klingelt. Rüegg: «Es kommt vor, dass etwa morgens um 7 Uhr eine Praxis noch nicht besetzt ist, oder die Auslieferung an einem Nachmittag passiert, an dem der Arzt frei hat.» Nimmt niemand die Box in Empfang geht sie zurück – «und verstopft die Pipeline für die nachrückenden Impfdosen», so Rüegg. «Die Feinverteilung ist sehr aufwändig.»

Wann genau sich auch der Rest der Zürcher Bevölkerung impfen lassen kann, ist nach wie vor offen. «Wir versuchen erst einmal, die Impfphase für die Risikopersonen zu bewältigen», sagt Rüegg. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.11.2009, 16:31 Uhr

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