Zürich
Schweinegrippe: Hausärzte warten auf den Impfstoff
Noch immer Mangelware: Der Impfstoff gegen die Schweinegrippe. (Bild: Keystone)
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Bis gestern Montag war weniger als die Hälfte aller Arztpraxen mit dem Impfstoff gegen die Schweinegrippe versorgt. Laut Urs Rüegg, Sprecher der Gesundheitsdirektion, sollten die meisten Hausärzte bis morgen Mittwoch beliefert sein, «aber noch nicht alle». Die Verteilung der kleinen Packungen per Express sei kompliziert. Weil der Nachschub der Dosen derzeit sehr gering ist, könne die hohe Menge an Bestellungen nicht erfüllt werden. Noch sei unklar, wann die Impfungen auf die gesamte Bevölkerung ausgedehnt werden, «frühestens in einer Woche».
Nach wie vor bleibt die Impfung auf Risikopatienten beschränkt und auf jene Personen, die mit ihnen in Kontakt kommen wie das Gesundheitspersonal. Im Uni-Spital wird das Personal seit drei Tagen «von morgens bis abends im 5-Minuten-Takt geimpft», sag Christian Ruef, Leiter der Spitalhygiene. «Man spürt: Die Leute sind verunsichert, das Angebot wird rege benutzt.» Er erwartet, dass sich mehr Mitarbeitende gegen die Schweinegrippe impfen lassen als gegen die saisonale Grippe. Dagegen schützt sich jeweils knapp ein Viertel der Belegschaft. Die gleiche Tendenz zeigt sich in den Zürcher Stadtspitälern Waid und Triemli.
Momentan keine schweren Fälle
Derweil steigt namentlich in den Schulen landauf, landab die Zahl der Kinder mit Grippesymptomen. In Zürich sind übers Wochenende 38 neue Fälle aufgetreten, die Labortests stehen noch aus. Im Kinderspital befinden sich zunehmend Kinder mit Infektionen der Atemwege in Pflege. Laut Christoph Berger, Koleiter Abteilung Infektiologie und Spitalhygiene, waren bislang alle Tests negativ. Schwere Fälle gibt es im Kanton Zürich keine. Im Uni-Spital liegen zurzeit zwei Patienten mit Schweinegrippe, in der Waid und im Triemli stehen die eigens dafür reservierten Zimmer noch immer leer.
Erstellt: 17.11.2009, 10:08 Uhr


