Zürich
Schweinegrippe in drei Schulhäusern
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40 Kinder heimgeschickt
Auf Kantonsgebiet wurden bisher bis zu 40 Kinder aus vier Klassen heimgeschickt, wie der Leiter des schulärztlichen Dienstes des Kantons Zürich, Felix Dinkelmann, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte. «Genaue Zahlen über bestätigte Fälle haben wir nicht.» Der schulärztliche Dienst zähle sie nicht.
Dinkelmann beobachtet aber auch, dass es im Moment sehr viele Meldungen von Schulen gebe. Auf Stadt- und Kantonsgebiet seien insgesamt sieben Schulen betroffen. «Ich erwarte in diesen Tagen noch zahlreiche Labor-Meldungen.»
Momentan tauche die Schweinegrippe nur punktuell auf. «Bei Leuten, vor allem auch Kindern, mit grippeähnlichen Symptomen sei die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den H1N1-Virus handle aber sehr gross. Schulen würden aber nicht flächendeckend geschlossen, sagte Dinkelmann. «Wir entscheiden von Fall zu Fall.»
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Der Direktor der Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich, Daniel Frey, bestätigte entsprechende Recherchen von Radio 1. Unter anderem sei das Schulhaus Looren betroffen, heisst es in einem Bericht des Senders.
Die Fälle wurden in einem Kindergarten und einer zweiten Klasse festgestellt. Vermutlich brachte ein Geschwisterpaar das H1N1-Virus in die Schule. Die betroffenen Klassen wurden bis und mit heute Mittwoch geschlossen.
Frey geht davon aus, dass bald weitere Schulhäuser der Stadt von der Schweinegrippe betroffen sein werden. «Wir haben damit gerechnet, dass die Grippe jetzt anrollen wird. Seit rund einer Woche verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg der Verdachtsfälle auf Schweinegrippe», sagt Frey gegenüber Tagesanzeiger.ch.
Virus überholt Impfung
Alarmierend sei die Situation jedoch nicht. «Es gibt derzeit keinen Hinweis auf eine Mutation des Virus. Das heisst, die Schweinegrippe ist so mild wie eine saisonale Grippe.» Sie werde aber ansteckender sein als eine normale Grippe, warnt Frey. «Betroffen sind insbesondere Kinder und Jugendliche. Das ist das Spezielle an diesem Virus.»
Dass das Virus die Impfaktion im Kanton quasi überholt hat, kommt erschwerend hinzu. «Wir sind tatsächlich in einem Dilemma, weil der Impfstoff so lange auf sich warten lässt», so Frey. «Wir versuchen durch die Präventionsmassnahmen die Verbreitung hinauszuzögern und abzubremsen.» (tif)
Erstellt: 04.11.2009, 15:49 Uhr


