Serien-Brandstifter ist eine junge Frau

Eine 15-Jährige soll für mehrere Brände in der Stadt Zürich verantwortlich sein. Die Polizei hat sie in der Nähe eines Tatorts verhaftet. Sie ist in einigen Fällen geständig.

Brandserie hielt die Feuerwehr Zürich auf Trab: Unter anderem brannte es an der Zypressenstrasse. (23. November 2012)

Brandserie hielt die Feuerwehr Zürich auf Trab: Unter anderem brannte es an der Zypressenstrasse. (23. November 2012)
Leser-Reporter: Fabian Keiser

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Am Freitagabend hat die Stadtpolizei Zürich, nach einem Brand in einer Liegenschaft an der Seebahnstrasse, eine tatverdächtige Jugendliche festgenommen. Das teilt die Polizei heute Dienstag mit. Die 15-Jährige hat gestanden, verschiedene Feuer gelegt zu haben.

Zwischen dem 23. und 25. November 2012 kam es zu mehreren Brandstiftungen in den Stadtkreisen 3 und 4. Aus diesem Grund taten sich Staatsanwaltschaft, Kantons- und Stadtpolizei Zürich zusammen und intensivierten ihre Fahndungen. Wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt, wurde zudem  in den betroffenen Quartieren die sichtbare Polizeipräsenz erhöht und die Bevölkerung mit einem Flugblatt sensibilisiert.

Kurz vor 21.30 Uhr kam es am vergangenen Freitag zu einem Brand an der Seebahnstrasse 177. Im Innern eines Mehrfamilienhauses brannte ein Container. Der Feuerwehr gelang es rasch, die Flammen zu löschen. Nach ersten Abklärungen ging die Polizei auch in diesem Fall von Brandstiftung aus. Ein Patrouille der Stadtpolizei kontrollierte unweit vom Tatort einen Mann und eine junge Frau. Beide wurden für weitere Abklärungen in eine Polizeiwache geführt.

15-Jährige kommt für weitere Brände in Frage

Der Mann wurde kurz nach der Überprüfung wieder entlassen. Weil die Polizei bei der Jugendlichen «verdächtige Objekte» sicherstellte, erhärtete sich der Verdacht, dass die 15-Jährige etwas mit dem Brand zu tun haben könnte. Sie wurde festgenommen und der Jugendanwaltschaft Zürich-Stadt zugeführt.

Im Rahmen einer ersten Befragung zeigte sie sich geständig, die Brände in der Umgebung des Albisriederplatzes gelegt zu haben.« Es besteht der dringende Verdacht, dass die Festgenommene nicht nur für die Brandstiftungen zwischen dem 23. und 25. November in den Stadtkreisen 3 und 4 verantwortlich ist, sondern auch für mehrere Brandstiftungen in den vergangenen Monaten in Zürich-Nord in Frage kommt», teilt die Polizei mit. Weiter Abklärungen sind im Gange. (pia)

Erstellt: 04.12.2012, 11:32 Uhr

Google Map

Artikel zum Thema

Polizei patrouilliert nach Brandstiftungen

Nach den Kellerbränden in der Nacht auf den Samstag erhöht die Polizei in den Stadtkreisen 3 und 4 in Zürich ihre Präsenz. Wer hinter den Brandstiftungen steckt, ist noch unklar. Mehr...

Brandserie hält Polizei auf Trab

In Zürich hat es am Wochenende gleich in fünf Kellern gebrannt, die nicht weit voneinander entfernt liegen. Sechs Personen mussten ins Spital. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

TA Marktplatz

Blogs

Sweet Home Die perfekte Villa

History Reloaded Der Sound der Schweiz

Abo

Digitale Abos - Neu ab 18.- pro Monat

Tages-Anzeiger unbeschränkt lesen:
Jetzt neu ab 18.- CHF pro Monat.

Die Welt in Bildern

Männchen machen für einen Heiligen: Auf den Hinterbeinen bahnen sich Pferd und Reiter ihren Weg durch die Menschenmenge in Ciutadella auf der spanischen Insel Menorca. Das ist Brauch während des San-Juan-Fests – und wer die Brust des Tieres streicheln kann, soll vom Glück gesegnet werden. (23. Juni 2017)
(Bild: Jaime Reina) Mehr...