Sicherheitsbeamte wegen Angriffs verurteilt

Das Obergericht hat zwei private Sicherheitsbeamte der Discothek OXA wegen Angriffs zu bedingten Geldstrafen verurteilt. Die beiden Bodyguards haben einen Gast verprügelt und erheblich verletzt.

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Am Freitag mussten sich zwei private Türsteher wegen Angriffs vor dem Zürcher Obergericht verantworten. Der 33-jährige Karatelehrer und der 30-jährige Türsteher hatten im Januar 2002 in der Zürcher In-Discothek OXA einen 21-jährigen Besucher brutal verprügelt und dabei erheblich verletzt. Laut Anklageschrift hatten die Sicherheitsbeamten den angetrunkenen Geschädigten nicht nur in der Disco traktiert, sondern auch draussen auf der Strasse verfolgt, eingeholt und mit einer Schlagrute geschlagen. Das österreichische Opfer trug erhebliche Verletzungen davon. So diverse Prellungen, einen gebrochenen Unterarm und einen angeschlagenen Wirbelfortsatz im Rücken. Vor Obergericht wiesen die beiden Angeklagten die Vorwürfe zurück. Der Karatelehrer stellte alles in Abrede. Der zweite Beschuldigte gestand ein, den Ellenbogen des Geschädigten gebrochen zu haben. Trotzdem fühlte er sich unschuldig. Beide Angeklagten machten nämlich Notwehr während der Berufausübung geltend. So sei der Geschädigte sehr aggressiv gewesen und habe eine Prügelei angezettelt. Es sei ihre Aufgabe gewesen, den renitenten Gast im Zaum zu halten, beteuerten sie ihre Unschuld. Auch die Verteidiger verlangten in ihren Hauptanträgen volle Freisprüche. Bedingte Geldstrafen Das Obergericht sah es anders und kam zu Schuldsprüchen. Womit es ein erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Zürich umfassend bestätigte. Demnach wurde der Karatelehrer wegen Angriffs zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 50 Franken verurteilt. Der Türsteher erhielt wegen Angriffs und Körperverletzung eine bedingte Geldstrafe von 255 Tagessätzen zu 30 Franken. Er soll dem Geschädigten eine Genugtuung von 8 500 bezahlen. Der Karatemeister muss ein Schmerzensgeld von 1 500 Franken entrichten. Damit folgten die Oberrichter der ersten Instanz. Schon diese hatte den Angeklagten rohe und sinnlose Gewalt angelastet. Es sei ein Akt nicht tolerierbarer Selbstjustiz gewesen, hiess es. Das Gewaltmonopol liege bei der Polizei.

Erstellt: 20.09.2008, 12:50 Uhr

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