Zürich
Sicherheitsdienst schützt Kontrolleure in den S-Bahnen
Stellungnahme Gewerkschaft
Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) bedauert den Entscheid des ZVV, ab 2012 auf die bewährte Doppelbegleitung der S-Bahn-Züge in den Randstunden zu verzichten. Damit werden laut SEV-Mitteilung vom Dienstag rund 300 Zugbegleiter der SBB ihre Stelle verlieren.
Nach Ansicht der SEV könnte der ZVV durch die Abschaffung der Randstunden-Zugbegleitung auch Kunden verlieren.
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Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) schafft ab Januar 2011 eine neue Sicherheitsorganisation für Bus und Bahn. Das teilte der Verband am Dienstag mit. Künftig werden ab 21 Uhr nicht mehr zwei Kontrolleure jeden Zug begleiten. Stattdessen patrouillieren auf manchen Strecken Sicherheitsleute.
Damit trage man den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung und sorge dafür, dass das Zug- und Busfahren für Fahrgäste und Personal – insbesondere auch abends und nachts – reibungslos verlaufe. Denn das veränderte Ausgehverhalten der letzten Jahre wirke sich auch auf die Fahrgäste in den öffentlichen Verkehrsmitteln aus. Insbesondere Ticketkontrollen böten Anlass für Konflikte, heisst es in der Mitteilung.
Sicherheitskompetenz fehlt
Kontroll- und Fahrpersonal sähen sich zunehmend mit Aggressionen und Gewaltbereitschaft konfrontiert. Für deren Bewältigung fehlten jedoch die notwendigen Kompetenzen. Dies soll sich mit der neuen Sicherheitsorganisation nun ändern.
Unter der Leitung der Transportpolizei der SBB werden schrittweise ab 2011 ein neuer, speziell ausgebildeter Sicherheitsdienst, Präventionsassistenten und Kontrollpersonal zusammenarbeiten. Dieses Personal könne flexibel eingesetzt werden.
Veränderungen in S-Bahnzügen nach 21 Uhr
Die bisherige durchgehende Begleitung aller S-Bahnzüge nach 21 Uhr wird abgeschafft. Ausgenommen davon sind die Nacht-S-Bahnen von SBB und SZU – sie bleiben durchgehend begleitet. Bis Ende 2012 soll die neue Organisation aufgebaut sein.
Ausgenommen vom neuen Konzept sind die Stadt Zürich und zum Teil auch die Stadt Winterthur. Dort decke die Zusammenarbeit mit den beiden Stadtpolizeien die Bedürfnisse der Verkehrsunternehmen bereits ab, heisst es in der Mitteilung.
Bisher organisieren sich die Verkehrsunternehmen im ZVV punkto Sicherheit weitgehend eigenständig. Die Transportpolizei der SBB ist bisher nur auf der S-Bahn und an Bahnhöfen präsent. Auf den übrigen Verkehrsmitteln sind fünf private Sicherheitsfirmen im Einsatz. Um die Ticketkontrolle kümmern sich drei Kontrollpools. (oku/sda)
Erstellt: 31.08.2010, 10:50 Uhr
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