Zürich

Sihlquai-Prostituierte weichen nach Olten aus

Der Strassenstrich in Olten ist drei Mal so gross wie noch vor wenigen Monaten. Oltener Politiker fürchten sich nun vor den Folgen, wenn der Zürcher Strassenstrich verkleinert wird.

Zu wenig Platz am Sihlquai: Jetzt wächst der ehemals längste Strassenstrich der Schweiz wieder.

Thomas Burla

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Bis zu 60 Frauen aus Ungarn warten pro Nacht am Sihlquai auf Freier. Mehr duldet der Markt nicht. Jetzt weichen die Prostituierten offenbar auf den Oltener Strassenstrich aus, wie Radio 24 berichtet. Vor drei Monaten haben dort rund 15 Frauen angeschafft, heute sind es rund 50. «Der Strassenstrich in Olten ist bei den Sexarbeiterinnen aus Ungarn offenbar beliebt», sagt die Oltener Stadträtin Iris Schelbert. «Wir haben nun Bedenken, dass das Ganze überschwappt, wenn in Zürich die Schraube angezogen wird. Für so einen Fall müssen wir gerüstet sein.» Um allfällige Massnahmen zu koordinieren, sei man nun mit dem Zürcher Polizeivorsteher Daniel Leupi in Kontakt getreten.

Der Zürcher Strassenstrich führt zu immer schwerwiegenderen Problemen. Für die Anwohner ist die Situation untragbar geworden, weil sich die Freier auch in Hinterhöfen und auf Spielplätzen bedienen lassen. Im Sommer beklagten sich auch Anwohner aus angrenzenden Stadtkreisen, dass sich in ihren Gärten Freier und Prostituierte vergnügen.

Der Oltener Strassenstrich war einst der längste der Schweiz. Bis zu 150 Frauen schafften dort bis 2005 jede Nacht an. Mit Nachtfahrverboten, Halteverboten und massiven Kontrollen gelang es, den Strich zu zerschlagen. (fsc)

Erstellt: 02.09.2010, 08:06 Uhr

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