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Sihlquai-Prostitution: «Freier suchen in Gärten den Kick»

Vom Kreis 5 aus breitet sich der Strassenstrich über die Limmat nach Wipkingen aus. Private sind gefordert, dagegen anzukämpfen.

Neues Territorium erschlossen: Die Prostituierten vom Sihlquai befriedigen ihren Kunden neuerdings auch am Dammweg in Wipkingen und auf privaten Liegenschaften.

Neues Territorium erschlossen: Die Prostituierten vom Sihlquai befriedigen ihren Kunden neuerdings auch am Dammweg in Wipkingen und auf privaten Liegenschaften.
Bild: Leserreporter/Keystone

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Der Kreis 10 leidet immer stärker unter dem Strassenstrich auf der anderen Flussseite beim Sihlquai. Nachdem die Freier zunächst unter der Hardbrücke beim Wipkingerplatz ihrem Geschäft nachgingen, breiten sie sich nun entlang der Limmat und in Gärten aus. «Die Situation ist unsäglich», sagt Quartiervereinspräsident Beni Weder gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Die Freier befriedigen sich auf privaten Parkplätzen, in Gärten und unter den Bäumen beim Dammsteg. «Mit ihrem Treiben stören sie die Anwohner und hinterlassen gebrauchte Kondome und anderen Abfall», sagt Weder.

Freier haben jeden Anstand verloren

«Bei der Stadt sind mehrere Reklamationen von Anwohnern eingegangen», sagt Rolf Vieli, Leiter des Projektes Rotlicht, auf Anfrage. «Das Hauptproblem sind Freier, die jeden Anstand verloren haben und sogar noch einen Kick verspüren, sich in Vorgärten und privaten Parkplätzen auszubreiten.» Solche Männer würden auch Bussen auf sich nehmen.

«Das Verhalten einer Gruppe von Freiern hat sich in den letzten Jahren äusserst negativ verändert. Eine generelle Lösung gibt es nicht, man muss jede Örtlichkeit genau anschauen und individuell reagieren», sagt Vieli. Unter der Hardbrücke beim Wipkingerplatz half ein Gitter und eine gute Beleuchtung, um die Freier fernzuhalten. Es kann auch schon helfen, eine Hecke anders zu schneiden.

Doch so einfach ist es nicht immer: «Bei Privatliegenschaften suchen wir wenn möglich gemeinsam mit dem Besitzer und den Bewohnern nach Möglichkeiten, die Situation zu verbessern», sagt Vieli.

Um das Freierproblem längerfristig zu lösen, arbeitet die Stadt an einem neuen Strichplan. In diesem Rahmen werden voraussichtlich Ende Jahr Vorschläge für eine umfassende Lösung präsentiert.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.07.2010, 07:46 Uhr

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23 Kommentare

Thomas Müller

15.07.2010, 10:30 Uhr
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Liebe Betroffene: Montiert gut sichtbar ein Schild mit "Dieses Areal wird mit Kameras überwacht" in eurem Garten und ihr werdet höchstwahrscheinlich ruhe haben auch wenn gar keine Kamera installiert ist. Wenn das nicht reichen sollte: Es gibt auch günstige Kamera Attrappen. Antworten


Bernhard Stechlich

15.07.2010, 09:58 Uhr
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@Geiser: Die Vergleiche mit dem Hund finde ich amüsant. Wobei ich mich da Frage, wie oft ich schon durch Hunde-Geschäfte laufen musste und ich auch nie weiss wo die überall kopuliert haben! Das ist doch dann auch Abstossend, oder? Antworten


Maria Spiropoulos

15.07.2010, 06:44 Uhr
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Wenn die das in meinem Garten treiben würden,,ich würde eine webcam instalieren,,und das Video auf You Tube veröffentlichen,das gäbe für viele Ehefrauen,,Arbeitskolegen und Freunden,so manch eine überraschung,und für den Freier,eine grosse peinlichkeit,wenn alle über ihn kichern würden Antworten


Mark Kübler

14.07.2010, 20:22 Uhr
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Man sollte dieses neue Angebot einer breiteren Oeffentlichkeit bekanntmanchen, damit mehr Bürger von dieser Dienstleistung profitieren können. Antworten


Thomas Gassmann

14.07.2010, 19:45 Uhr
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Ich verstehe nicht, warum sich Zürich nicht nach Städten wie Köln richtet. Dort gibt es abgesperrte Gebiete in denen auch die Frauen und nicht nur die Anwohner geschützt sind: ksta.de Antworten


Albert Inglin

14.07.2010, 17:54 Uhr
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Markus Roth@: Wenn dann bei der Abschaffung der Prosititution wieder die Anzahl der Sexualdelikte/Belaestigungen steigt, kommen dann wieder sogenannte "Experten" und geben eben dieser Abschaffung die Schuld. Man weiss ja, wenn man was verbietet, wird es halt nachher illegal gemacht. Dann schon lieber eine legale (ev. kontrollierte) Prostitution. Mir tun in erster Linie aber die Anwohner leid. Antworten


Katharina Buholzer

14.07.2010, 17:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wenn das wie beschrieben auf privatem Grund geschieht, warum werden die beteiligten dann nicht wegen Hausfriedensbruch oder widerrechtliches Betreten von Privatgrund angezeigt? Das verstehe ich nicht. Da scheint mir die Methode mit den Blitzlichtkameras (mit Film) oder eben eine Web-Kamera eine sinnvolle Abwehrmassnahme zu sein. Ich würde den Strassenstrich generell nicht erlauben. Antworten


markus roth

14.07.2010, 17:07 Uhr
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freier müssen bestraft werden und die prostitution abgeschafft werden wie in den skandinavischen ländern. nur das ist menschenrechtlich richtig und schützt die würde der frauen Antworten


Hans Christian Müller

14.07.2010, 16:20 Uhr
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@Marina Puls: Ihr Vorschlag ist gut, nur: Sie dämpfen schon im Ansatz wieder ab. Haben Sie je erlebt, dass Zürcher Parlamentarier oder Departementsvorsteher wegen publizierter übler Zustände in der Amtsausübung nicht wieder glanzvoll wiedergewählt worden wären. Das Volk verdient die von ihm gewählten Führungsleute (ich verzichte auf -"Verantwortliche") und die von ihm geduldeten Zustände. Antworten


Christoph Geiser

14.07.2010, 15:58 Uhr
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@Rauber Sie können sicher sein, dass wenn ich einen grossen Hund die Zähne fletschen liesse, kurz darauf ein Grossaufgebot Polizisten das Haus umstellen würde. So wie auch unangeschlossene Kameras für entsprechenden Besuch sorgen. Immerhin, der kleine Hund hat sein Ventil gefunden, er pieselt neuerdings auf das Trottoir und schlägt demonstrativ einen Bogen um die Frauen. Antworten


Christian Kohler

14.07.2010, 15:40 Uhr
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Typisch heutige Schweiz: Niemand will Verantwortung übernehmen. Lieber wegschauen, das geht einfacher. Antworten


Martina Puls

14.07.2010, 15:27 Uhr
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Das Problem sind tatsächlich die Freier (Nachfrage) und nicht nur die Prostituierten/Zuhälter (Angebot). Auch sind der Stadtverwaltung wirklich per Gesetz notabene! die Hände gebunden. Gesetze, welche mehrheitlich durch bürgerliche Parteien im Parlament gemacht und durchgewunken wurden! Bitte um Aufklärung des genauen Sachverhaltes durch die Medien, damit endlich die Zuständigen bestraft werden! Antworten


Roman Günter

14.07.2010, 15:14 Uhr
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@Peter Weber - Jetzt stellen die bösen Banker schon die Strassenstrich-Freier! Es wird immer absurder. Antworten


Sabine Gasser

14.07.2010, 15:00 Uhr
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Auch in unserem Garten haben Freier ihre "Geschäfte" erledigt. Wir haben zwei Nächte lang vom Balkon aus mit einem alten Blitzlicht-Fotoapparat immer wieder geblitzt. Einen Film haben wir nicht eingelegt. Aber allein das Blitzen hat genützt. Die Dirnen und die Freier meiden seither unseren Garten. Die Quartierbewohner müssen eine richtige Blitzlicht-Attake ein paar Nächte machen. Antworten


Darja Rauber

14.07.2010, 14:31 Uhr
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@ Sieben: Pflichte Ihnen voll und ganz bei! Nicht die Prostituierten sind das Problem, sondern die Freier! Es ist genau umgekehrt wie beim Hasch: Das (freiwillige) Anbieten sollte nicht sträftlich sein, der "Konsum" (und natürlich der Menschenhandel!) aber sehr wohl! @ Otzenberger, Geiser: Ein grosser, scharfer Hund im Garten (statt einen kleinen auf dem Arm :-) täte es auch! Antworten


Werner Klemenz

14.07.2010, 14:27 Uhr
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"Solche Männer würden auch Bussen auf sich nehmen". Wurden denn schon mal Bussen ausgesprochen ? Und wenn ja, wie hoch sind sie denn, 5 Fr., 10 Fr., 20 Fr. oder wieviel ? Wäre doch auch noch interessant zu wissen. Antworten


Hans Meier

14.07.2010, 13:52 Uhr
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"Private sind gefordert, dagegen anzukämpfen." WOZU zahl ich eigentlich Steuern? Antworten


Franz Otzenberger

14.07.2010, 13:18 Uhr
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Sehr effizient schützt man sich vor Freiern, wenn man im Vorrgarten ein bis zwei Webcams installiert und das gefilmte direkt ins Netz stellt. Natürlich mit Schildern darauf hinweisen, dass dies privates Areal ist und gefilmt wird. Antworten


Hans Ineichen

14.07.2010, 13:17 Uhr
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Die Schweiz, sprich Zürich legt hier eine solch lächerlich Unfähigkeit an den Tag, dass es schon fast weh tut. Man jammert über das Treiben und der einzige Spruch ist:"Uns sind die Hände gebunden". Oder dass das Schneiden einer Hecke bereits helfen kann. Wo sind wir eigentlich. Immer tausend Versuche die nichts bringen. Fehlt nur noch der Konsens mit den Freiern mittels nettem Gruppengespräch Antworten


sonja fuchs

14.07.2010, 13:01 Uhr
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Haustiere darf man in Zürich kaum noch halten, ausser eventuell mit XXXXXXXXXX Vorschriften das ist jetzt die retour-Kutsche von der lass machen Politik wenn kommt ihr " normalen" Schweizer endlich vom Mond runter? muss es noch Wärmer werden? Antworten


Marc Schütz

14.07.2010, 12:57 Uhr
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Wieso wird das ganze Treiben nicht einfach verboten, wie das in vielen Ländern der Fall ist? Man will ja ach so liberal sein und alles zulassen (haha nicht ganz alles: Läden dürfen zum Beispiel am Sonntag nicht offen sein, aber Prostituierte dürfen dann arbeiten ...) Die Polizei hätte eine klare Handhabe und man setzt sich nicht dem Vorwurf aus Menschenhandel zu fördern. Antworten


Christoph Geiser

14.07.2010, 12:40 Uhr
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Das ging aber lange, bis das jemand gemerkt hat... Bei uns waren sie auch schon in der Waschküche. Vor den Gärten haben sie's unter dem Dammsteg erledigt. Es stinkt nach Urin und ich fühle mich genötigt, die Hunde über eine gewisse Strecke zu tragen. Gebüsst gehören vor allem die Verantwortlichen der Stadt. Wo's P. hat, wird auch gebumst und dafür brauchts einen Platz. Aber eben... Antworten


Peter Sieben

14.07.2010, 12:09 Uhr
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Jetzt sind wir auf dem richtigen Weg. Statt ständig über die Prostituierten und Zuhälter zu berichten sollte man sich mal auf die Freier konzentrieren. Denn wo Nachfrage - da Angebote... Die Polizei muss aufdringlich Präsenz bei den Freiern zeigen, Ausweise kontrollieren, Foto machen. Fotos von Nummernschildern an die Frau des Freiers zu schicken hilft gemäss Erfahrungen in Italien am besten... Antworten



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