Zürich
«Skifahren sieht nicht besser aus»
Interview: Simon Eppenberger. Aktualisiert am 23.09.2010 4 Kommentare
Am Samstag und Sonntag findet auf der Landiwiese in Zürich der grösste Freestyle-Anlass der Schweiz statt. Wie wichtig ist Freestyle.ch für die Sportler?
Der Event ist sehr wichtig und wird jedes Jahr noch wichtiger. Es gibt jedoch verschiedene Stufen von Wichtigkeit. Das Niveau der Freestyler ist zwar sehr hoch, doch viele wichtige Fahrer fehlen. Denn der Wettkampf ist nicht Teil einer Tour, deshalb zählt er sportlich nicht so stark wie andere Events. Für den Auftritt in Medien ist er jedoch sehr wichtig und nicht jeder der will, kann dabei sein.
Die Freestyle-Skifahrer werden immer stärker, springen höher und machen inzwischen mehr Drehungen als die Snowboarder. Wie ist das Verhältnis zwischen Boardern und Skifahrern?
Im Grunde recht ok. Es ist sicher eine Sportart, die dem Snowboarden nahe kommt, doch es ist nicht das Gleiche und ich fahre nicht mit ihnen zusammen. Es sieht nicht besser aus, nur weil sie eine halbe Drehung mehr machen. Man kann stundenlang reden, was echter und cooler ist. Doch es soll jeder machen, was ihm mehr Spass bereitet. Logischerweise ist Snowboarden cooler, deshalb bin ich auch ein reinblütiger Boarder.
Immer mehr Junge stehen zuerst auf zwei Bretter, Snowboards scheinen weniger gefragt. Keine Angst, dass ihr von der Piste gedrängt werdet?
Das glaube ich nicht. Skifahren ist ein Trend und mega in. Es ist auch viel einfacher zu lernen, mit vier Kanten ist die Balance einfacher zu halten als mit zwei. Doch das bringt nur mehr Leute auf die Pisten. Dadurch entstehen mehr Parks und Pipes, das bringt auch uns Snowboardern etwas. Boards wird es immer geben.
Selber daran gedacht, auch mal Ski zu fahren?
Nein. Aber früher habe ich zwar viel ausprobiert, fuhr vor dem Skateboard sogar mal mit Rollerblades herum. Aber das würde ich nie mehr machen!
Wohin entwickelt sich das Snowboarden, wird aus dem Doppelsalto bald ein Dreifacher?
Das Snowboarden wird vor allem immer professioneller. Wir werden immer mehr perfekt gestandene Sprünge und weniger Stürze sehen. Es wird noch technischer und das Brettgefühl muss hundertprozentig da sein. Wir Athleten müssen noch fitter sein und viel Erfahrung haben.
Wie sieht das persönliche Ziel für den Wettkampf am Wochenende aus?
Alles ist möglich, ich werde wie immer mein Bestes geben. Nach zwei vierten Plätzen am Freestyle.ch in Zürich und in Berlin habe ich einen extra grossen Ansporn, auf der Landiwiese auf das Podest zu springen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 23.09.2010, 11:39 Uhr
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4 Kommentare
Möge ich jetzt auch als Spassbremse angesehen werden, aber es ist absolut unverantwortlich, um diese Jahreszeit so viel Schnee heranzukarren und so viel Energie für die Kühlung aufzuwenden. Weshalb wird diese Frage nicht gestellt? Dafür übt man sich in Unsinn wie dem Verbot der Glühbirnen. Antworten
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