Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

So möchte der neue Weihbischof die Jungen in die Kirche holen

Aktualisiert am 15.06.2010

Der neue Zürcher Weihbischof Marian Eleganti möchte in den Gottesdiensten modernere Musik. Auch die Vorbereitung zur Firmung soll anders werden.

Möchte mehr Junge in der katholischen Kirche haben: Marian Eleganti, Zürcher Weihbischof.

Möchte mehr Junge in der katholischen Kirche haben: Marian Eleganti, Zürcher Weihbischof.
Bild: Ennio Leanza/Keystone

Stichworte

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Marian Eleganti, der neue Zürcher Weihbischof, ist überzeugt, dass sich Junge von modernerer Musik eher ansprechen lassen, als von den traditionellen Kirchengesangbuch-Liedern. Auch mit anderen Projekten möchte Eleganti die junge Generation wieder näher zur Kirche holen, wie er am Dienstag vor den Medien sagte. Unter anderem wolle er die Firmwege – also die Vorbereitung der Jugendlichen auf die Firmung – neu gestalten. Die «Essentials» des Glaubens sollten dabei mehr zur Sprache kommen, sagte Eleganti.

Junge Kirchenmitglieder ansprechen, die keine wirkliche Bindung zur katholischen Kirche mehr haben: Das ist eine von zahlreichen «Baustellen», die sich der neue Weihbischof seit seinem Amtsantritt vor gut vier Monaten gemerkt hat. Hier will er tätig werden. Vorderhand werde er sich auf ein, zwei Projekte konzentrieren. Für Entscheidungen sei es aber noch zu früh.

«Verschiedene Welten»

Neben Weihbischof Eleganti hat Diözesanbischof Vitus Huonder Generalvikar Josef Annen mit der Leitung der katholischen Kirche in den Kantonen Zürich und Glarus betraut. Die beiden schilderten, wie sie mit der in der Kirche unüblichen Co-Leitung zurecht kommen. Insgesamt lobten sie die bisherige Zusammenarbeit.

Laut Annen kamen «zwei verschiedene Welten» zusammen. Sie hätten sehr unterschiedliche Charaktere, sagte Eleganti. Er beschrieb sich selbst als offensiver, «situativ unbequemer» und häufig auf eine Sache fokussiert. Annen hat nach eigenen Worten zwar «klare Vorstellungen und Ziele», kann aber lange warten und setzt stark auf Dialog.

Froh um Laien-Mitarbeit

Zu der von der Bischofsleitung ungeliebten dualen Struktur der Kirche im Kanton Zürich – staatskirchliche neben innerkirchlichen Organen – mochte Eleganti nicht klare Stellung nehmen. Es sei ein Instrument, wichtig seien die Personen, die es nutzten.

Er sei froh um die Hintergrundarbeit der verschiedenen Ressortverantwortlichen. Ob nun innerkirchlich oder im Rahmen der öffentlich-rechtlichen Körperschaft: Die Arbeit müsse getan werden. Im Alltag gebe es damit keine Probleme. Im übrigen könne es Konflikte überall geben.

Vor dem Hintergrund des Priestermangels erklärte Annen, er sei «dankbar» für die vielen Theologinnen und Theologen, die als Gemeindeleiterinnen oder Pastoralassistenten tätig sind. Wichtig sei ein gutes Miteinander von Geweihten und nicht Geweihten: «Wir benötigen alle Leute». (mro/sda)

Erstellt: 15.06.2010, 12:58 Uhr

Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.