Zürich
So sieht die erste Zürcher Markthalle aus
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 13.07.2010
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Sie hatte keinen leichten Start, die Einkaufsmeile im Viadukt – die strengen Auflagen der Stadt verzögerten den Baubeginn um ein Jahr, die Suche nach den geeigneten Mietern gestaltete sich schwieriger als erwartet, und nach einem Rohrbruch im Frühjahr stand die ganze Baustelle unter Wasser. Doch jetzt haben bereits die ersten Händler damit begonnen, ihre Läden auszubauen. An der Limmatstrasse, wo sich das Viadukt spreizt, wird am 4. September die erste gedeckte Markthalle Zürichs eröffnet.
Die Anbieter im Markt würden «handverlesen», versprach die Stiftung PWG bei Baubeginn – und gab damals bereits die ersten klingenden Namen wie Bäckerei St. Jakob, Fischspezialist Braschler's Comestibles und Weinhandlung Südhang bekannt. Die Verantwortlichen der Stiftung haben nun fast zwei Jahre mit der Entscheidung gerungen, an wen die letzten Bögen vermietet werden sollen. Das Rennen gemacht haben der Bioladen Bachser Märt und die Metzgerei Wipkingen. Dies gab Claudio Fetz von der Stiftung PWG, die von der Stadt mit dem Ausbau des Viadukt betraut wurde, heute Dienstag bekannt.
Die Händler im Überblick
- Brot von der Bäckerei des Behindertenwerks St. Jakob
- Wein von der Weinhandlung Südhang
- Spezialitäten vom Bauerhof von Käsers Schloss
- Blumen von Marsano
- Käse von Tritt-Käse
- Fische und Meeresfrüchte von Braschler’s Comestibles
- Gemüse, Kolonialwaren und Produkte des täglichen Bedarfs vom Bachser Märt
- Fleisch von der Delikatessen Metzgerei Wipkingen
Zwischen den Läden werden an rund 50 Marktständen weitere Händler ihre Produkte verkaufen – von britischem Käse bis zu bulgarischen Baklava. An sechs Tagen pro Woche und zwölf Stunden pro Tag ist die Halle geöffnet. Damit soll das Angebot in der Markthalle vollständig sein und den Kunden einen Gang zum grossen Detailhändler ersparen. Was die Preise anbelangt, soll die Markthalle mit den Migros und Coop jedoch nicht in Konkurrenz treten. «Wir streben ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis an», sagt Fetz.
Die Stiftung PWG tut sich allerdings noch etwas schwer damit, auch für die letzten freien Stände Mieter zu finden. 60 Franken kostet ein Tisch pro Tag – doch viele Händler scheuen sich offenbar vor dem logistischen Herausforderung, einen solchen Stand zu Betreiben, sagt Fetz.
Der Bartresen des Restaurants steht bereits
In der Markthalle wird man nicht nur Lebensmittel kaufen, sondern auch essen können. Im hinteren Teil der Halle wird ein Restaurant eröffnet – der Bartresen steht bereits an seinem Ort. Das Bekenntnis der Gasometer-AG, die das Restaurant betreiben wird, klingt verlockend: Der Küchenchef soll am Morgen durch den Markt spazieren und entscheiden, was er einkaufen und verarbeiten wird.
Das Restaurant wird über zwei Küchen verfügen. In der Gastro-Küche wird gekocht, was den Gästen serviert wird, in der Produktions-Küche werden Speisen zubereitet, die die Händler in der Markthalle weiterverkaufen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 13.07.2010, 13:45 Uhr
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