Stadt Zürich zahlt 10 Millionen Franken an das Landesmuseum
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Das Landesmuseum beim Zürcher Hauptbahnhof soll für 111 Millionen Franken erweitert werden. Die Stadt Zürich will 10 Millionen Franken beisteuern. Der Gemeinderat hat dem Antrag am Mittwoch zwar zugestimmt.
Die zehn Millionen sollen durch einen Landabtausch sowie bar bezahlt werden. Der Stadtrat beantragte dem Parlament, 1360 Quadratmeter Land im Platzspitzpark für 3,25 Millionen Franken abzutreten. 6,75 Millionen Franken sollen als Standortbeitrag an den Erweiterungsbau der Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein überwiesen werden. Bauherr ist der Bund.
In den Erweiterungsbau sollen Wechselausstellungen, ein Studienzentrum, ein Auditorium und ein Museumsrestaurant einziehen. Dem Vorhaben zugestimmt haben SP, SVP, FDP, CVP und EVP.
Publikumsmagnet und Eckfpeiler
Die Befürworter betonten die Bedeutung des Landesmuseums als Publikumsmagnet. Der Eingriff in die Parklandschaft sei verhältnismässig. Dies verneinten die Gegner. Das Parkensemble werde zerstört, sagte ein Sprecher der Grünen. Grünfläche gehe verloren, argumentierte die AL.
Stadtpräsidentin Corine Mauch betonte, das Landesmuseum sei «ein Eckpfeiler in der Zürcher Museumslandschaft». Die attraktive Dauerausstellung im renovierten Bahnhofsflügel benötige dringend die Ergänzung durch Wechselausstellungen. Dafür brauche es eben nun mehr Platz. Der Neubau sei ein «gutes, ausgereiftes Projekt», sagte Mauch weiter.
Referendum angekündigt
Der Rat stimmte der Weisung mit 102 zu 13 Stimmen zu. Das letzte Wort dürften die Zürcherinnen und Zürcher haben. Das Komitee Standpunkt Landesmuseum hat bereits das Referendum angekündigt. Seiner Ansicht nach bilden Park und Museum ein Gesamtkunstwerk von nationaler Bedeutung. Dieses würde durch den Erweiterungsbau zerstört.
Zu den grösseren Beiträgen kann das Stimmvolk nichts sagen. Die 76 Millionen Franken, die der Bund bezahlt, sind über das zivile Bauprogramm des Bundes bewilligt worden. Der Kantonsbeitrag von 20 Millionen wird dem Lotteriefonds entnommen. Dies hat der Kantonsrat beschlossen. 5 Millionen sollen von Privaten kommen. (oku/sda/)
Erstellt: 11.11.2009, 21:07 Uhr
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