Stehflitzer erobern Zürichs Strassen

Sie sind platzsparend, wendig und voll im Trend: Immer mehr Leute nutzen den Segway, um sich durch den Stadtverkehr zu schlängeln. Seit Neustem ist auch die Offroad-Variante des Strassenflitzers für den Verkehr zugelassen.

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Wer auf Zürcher Strassen unterwegs ist, wird sich an den Anblick von Segways vor dem Kühler oder im Rückspiegel gewöhnen müssen. Die elektronisch betriebenen Stadtflitzer, auf denen die Lenker stehend durch den Verkehr zirkeln, erfreuen sich immer grösserer Beliebtheit.

Im November 2007 wurde das erste Segway-Modell PT i2 für die Strassennutzung zugelassen. «Seither konnten wir bei den Verkäufen eine Zunahme von gegen 50 Prozent verzeichnen», sagt Beatrice Rohrbach, Geschäftsinhaberin von Segway-Generalimporteur Motiontools, gegenüber Tagesanzeiger.ch. Allein im Raum Zürich seien derzeit schätzungsweise 50 zugelassene Segways unterwegs, so Rohrbach, «und seit heute ist auch unser Offroader-Modell X2 für den Strassenverkehr zugelassen.»

Segways bisher unfallfrei unterwegs

Auch die Stadtpolizei Zürich beobachtet immer häufiger Segways im Strassenverkehr. «Sie gelten als Kleinmotorräder. Es ist daher verboten, mit den Segways auf Trottoirs, Radwegen oder in Fussgängerzonen zu fahren», betont Mediensprecher Marco Bisa.

Bisher sind der Polizei keine Vorfälle bekannt, bei denen es zu Schwierigkeiten oder Unfällen mit den neuen Modellen kam. Trotzdem dürfe man sie nicht als Spiel- oder Sportgerät verstehen, sondern als ein reguläres Verkehrsmittel: «Die Lenker müssen einen gültigen Fahrausweis der Kategorie A1 besitzen.»

Ein Helmobligatorium besteht allerdings nicht. «Der Segway wurde vom Hersteller so konzipiert, dass er die Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern nicht überschreiten kann. Deswegen ist er von der Helmpflicht ausgenommen», erklärt Beatrice Rohrbach. Zudem dürfe der Segway in der Schweiz nur mit 15 Stundenkilometern unterwegs sein.

Umweltschonender Offroader

Der Segwayhalter muss für das Gefährt auch eine Versicherung abschliessen. Rohrbach spricht von rund 250 Franken jährlich für Haftpflicht und Teilkasko, «der Motor ist hingegen unterhaltsfrei und braucht keinen Service.» Und noch etwas macht den Segway im Vergleich zu anderen Fahrzeugen und Offroadern interessant: Er ist batteriebetrieben. «Am besten hängt man das Gefährt an den Strom an, wenn man es nicht braucht. Die Lithium-Ionen-Batterien können nicht überladen werden und haben keinen Memory-Effekt. Sie halten bis zu vier Jahren», so Rohrbach.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.09.2008, 15:49 Uhr

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