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Stimmbürger wollen kein Hochdeutsch im Kindergarten

Aktualisiert am 16.05.2011 3 Kommentare

Die Prognosen der Hochrechnungen waren richtig: Die Initiative «Ja zu Mundart im Kindergarten» wurde deutlich angenommen. Einzig der Bezirk Zürich sprach sich gegen die Initiative aus.


«Die Schweiz ist auf der Identitätssuche»: Bildungsdirektorin Regine Aeppli zum Ja zur Mundart-Initiative. (Video: Felix Schindler)

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Schon kurz nach Schliessung der Wahllokale zeichnete sich ein Erfolg für die Initiative «Mundart im Kindergarten» ab. Hochrechnungen sagen der Initiative einen Ja-Stimmen-Anteil von rund 53 Prozent voraus. Um 14 Uhr ist der erste Wahlbezirk ausgezählt. Affoltern nimmt die Initiative mit 52,4 Prozent an. In den nicht fertig ausgezählten Bezirken zeichnen sich folgende Trends ab: Nach Auszählung von 12 Prozent der Stimmen zeigt sich eine deutliche Zustimmung in den Bezirken Winterthur (62,29 %) und Pfäffikon (64,51 %) .

In Andelfingen wird die Initiative kurz nach 14 Uhr mit deutlichen 65,3 Prozent angenommen, Dielsdorf nimmt die Initiative mit 62,66 Prozent Stimmen an. Auch der vierte vollständig ausgezählte und ausländerstarke Bezirk Dietikon nimmt die Initiative «Mundart im Kindergarten» mit 54,8 Prozent an, in Bülach wollen 59 Prozent, dass im «Chindsgi» Schweizerdeutsch gesprochen wird, in Hinwil 63,5 Prozent.

Zürich ist der einzige Bezirk, der die Mundart-Initiative mit 58,3 Prozent verwirft, denn auch Meilen nimmt die Initiative mit 53 Prozent an.

Erstellt: 15.05.2011, 14:07 Uhr

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3 Kommentare

Fabio Rechsteiner

16.05.2011, 01:11 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Es zeigt sich leider auch bei dieser Abstimmung, wie grosse Teile der sogen. Bildungseliten auch Kulturapologeten sind. Frei nach dem Motto: Jede Kultur ist besser als die eigene. Jede Kultur definiert sich primär über die gesprochene Sprache. Ich danke dem ZH-Stimmvolk für die Annahme in der Hoffnung dass auch bald andere Kantone nachziehen werden. Den Kulturapologeten muss Einhalt geboten werden Antworten


Peter Egloff

16.05.2011, 12:16 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Frage ist nun: Kann dieses Wahlurteil durchgesetzt werden oder ist es gar nicht möglich.
da man von nun an in dieser Berufsgruppe absolute Diskriminierung von allen nicht-Schweizerdeutsch-sprachigen Lehrpersonen machen müsste (das heisst auch von Lehrpersonal aus der Westschweiz oder dem Tessin). Also diese Lehrpersonen sofort in einen "Züri-Tütsch"-Kurs schicken.
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