Street-Parade für 30 Millionen versichert
Aktualisiert am 26.07.2010 4 Kommentare
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Der Veranstalter der tragisch verlaufenen Love-Parade in Duisburg ist gegen Haftungsansprüche von umgerechnet 10 Millionen Franken versichert. Das bestätigte gestern die deutsche Tochter des französischen Versicherungskonzerns Axa gegenüber der «Financial Times Deutschland». Wer allerdings für Sach- und Personenschäden der Duisburger Massenpanik am Schluss aufkommt, ist gegenwärtig noch unklar. Dazu muss zuerst die Schuldfrage abschliessend geklärt sein. Wenn Gerichte entscheiden müssen, kann das Jahre dauern.
Love-Mobiles zusatzversichert
Der Verein Street Parade Zürich hat laut ihrem Sprecher Stefan Epli ebenfalls eine Versicherung für ihren Anlass. «Der Abschluss einer Veranstaltungshaftpflichtversicherung ist eine Vorschrift der Stadt», sagt Epli. Die Versicherungssumme beträgt das Dreifache derjenigen der Duisburger Love-Parade: 30 Millionen Franken.
Der Versicherer ist laut Epli ebenfalls Axa beziehungsweise deren Tochter in der Schweiz, Axa Winterthur. Deren Pressesprecher Pascal Hollenstein bestätigte gestern diese Angaben. Der Street-Parade-Verein verlangt zusätzlich von den Betreibern der 30 Love-Mobiles den Abschluss einer Haftpflichtversicherung in der Höhe von jeweils mehreren Millionen Franken. So kommt laut Epli eine Versicherungssumme von total rund 100 Millionen zusammen. (ese)
Erstellt: 26.07.2010, 22:39 Uhr
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4 Kommentare
@Andrin Frei: Das hat mit Freiheit leider nichts zu tun, sondern mit ideologischer Massenverdummung inkl. einträglichem Geschäft. Viele der Zürcher werden aufgrund solcher Mega-Anlässe wiederholt in ihrer Freiheit eingeschränkt und keiner der Anhänger schreit nach deren Bedürfnissen. Freiheit ist demzufolge etwas, das nicht allen zugestanden wird. Antworten
Dieses tragische Unglück ist wahrscheinlich Folge eines nicht eingehaltenen und an sich schon ungenügenden Sicherheitskonzepts. Aufgrund eines solchen Vorfalls bereits wieder nach Verboten zu schreien ist widersinnig. Leider geschehen Unglücke - Verbote und Einschränkung der Freiheit sind dagegen das falsche Mittel. Wir verbieten ja auch nicht das Fliegen nach einem Flugzeugabsturz.... Antworten
Nun, wenn es Tote und Schwerverletzte mit Dauerschäden gibt, nützen diese Millionen nichts. Tote werden nicht wieder lebendig und Dauergeschädigte nicht wieder gesund. Die Veranstalter & Co. sollen mit dem Wahn der Massenveranstaltungen endlich aufhören und nicht mit trügerischen Rechtfertigungen diesen Blödsinn erzwingen. Antworten




Sandra Gärtner
Bei einem Privatmenschen deckt eine Haftpflichtversicherungen Schäden von bis zu 5 Millionen Euro ab. Die Versicherungssume der Loveparade ist also der absolute Witz. Zumal dahinter eine GmbH steht, die sicherlich nicht für eventuelle Zahlungen aufkommen wird - falls der Veranstalter überhaupt schuldig gesprochen wird. Antworten