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Sicherheitskonzept der Street Parade wird angepasst

Die Zürcher Street Parade zieht Konsequenzen aus der Tragödie von Duisburg. Im Bereich der Quaibrücke werden zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

18 Jahre ohne Probleme: Street Parade in Zürich.

18 Jahre ohne Probleme: Street Parade in Zürich.
Bild: Keystone

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Tragödie an der Loveparade

Tragödie an der Loveparade
Die Loveparade 2010 ist von einer beispiellosen Tragödie überschattet worden: Bei einer Massenpanik rund um das Veranstaltungsgelände gab es am späten Samstagnachmittag 21 Tote und über 300 Verletzte.

«Wir wollen das Restrisiko minimieren», sagt Stefan Epli, Mediensprecher der Street Parade. Er bestätigt damit eine Meldung von Radio 1, wonach das Sicherheitskonzept nun überarbeitet werde. So seien die Veranstalter zusammen mit der Stadtpolizei die Route abgeschritten und hätten nach allfälligen Stolpersteinen gesucht. Gefunden haben sie diese im Bereich der Quaibrücke am Bürkliplatz und Bellevue. «Nun haben wir uns entschlossen, alles zu entfernen, was bei einer allfälligen Flucht im Weg sein könnte», sagt Epli weiter. Konkret sind dies etwa fest installierte Pfosten und Ketten oder Verkaufstände und WC-Häuschen, die im Rahmen der Street Parade aufgestellt werden. Feste Bauten wie etwa Tramhäuschen bleiben dagegen alle stehen. Ausserdem sollen Tafeln mit der Aufschrift «Exit» den möglichen Fluchtweg weisen.

Weniger Leute erwartet als in früheren Jahren

Bisher hatten die Veranstalter stets gesagt, dass das Sicherheitskonzept über jeden Zweifel erhaben sei. Dass es nun trotzdem angepasst werde, heisse nicht, dass das Konzept bisher Mängel aufwies: «Wir haben jede der 18 Paraden im Hinblick auf allfällige Sicherheitsprobleme ausgewertet und das Konzept laufend angepasst. Deshalb konnten wir 18 Jahre lang Probleme mit Massenpanik vermeiden.»

Auch auf der Quaibrücke sei nicht zu erwarten, dass es zu einen starken Gedränge kommt. «Es werden sich bei weitem nicht so viele Leute auf der Quaibrücke aufhalten wie etwa am Züri-Fäscht. Die Besucher der Street Parade gehen dorthin, wo etwas los ist: zu den Bühnen am Bürkliplatz und am Bellevue.» Ausserdem würden dieses Jahr deutlich weniger Leute erwartet als etwa im Spitzenjahr 2001. (fsc)

Erstellt: 03.08.2010, 11:08 Uhr

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4 Kommentare

Jules Wohlmann

04.08.2010, 08:05 Uhr
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Man kann gespannt sein, wie viele Leute noch Lust haben werden, in einem solchen Rahmen zu feiern. Man könnte sich auch vorstellen, dass beim kleinsten Gedränge die Tendenz zur Panik durch die Ereignisse verstärkt worden ist. Antworten


Michael Schneider

03.08.2010, 13:39 Uhr
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Auch dieses Jahr werden wieder über 500'000 Menschen und mehr fröhlich ausgelassen und ohnen Nenneswerte Probleme die grösste Party der Schweiz feiern. Und das seit 18 Jahren. Ich freue mich wie eh und je und das kann mir niemand nehmen. Antworten


Barbara Grunder

03.08.2010, 12:33 Uhr
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Der Mensch in Massen ist überall 1 Problem.Zerstörung der Natur, Recourcen, Mord + Totschlag gehört zum "Repertoire".Events sind heutzutage die moderne Abzocke für Menschen die nicht wissen was sie mit ihrem Leben und ihrer Zeit anfangen sollen. Hauptsache "Fun" zu welchen Kosten auch immer! Die Konsequenzen dürfen dann die "Anderen" tragen. Na viel Vergnügen. Antworten


Daniel Peter

03.08.2010, 11:35 Uhr
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Trotz angepasstem Sicherheitskonzept muss ein jeder Mensch wissen, dass er sich einer potentiellen Gefahr aussetzt wenn er am 14. August ab 13.00 Uhr mit vielen Anderen freiwillig über die Quaibrücke tanzen will. Daran zu denken kann weder vom Veranstalter noch von der Stadtregierung übernommen werden. So gesehen liegt die Verantwortung für sein Tun und Handeln doch bei jedem Einzelnen. Antworten



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