Zürich
Streusalz frisst die Velos
Von Simon Eppenberger, Christoph Landolt. Aktualisiert am 01.03.2010 5 Kommentare
Dossiers
Artikel zum Thema
- Warum das bosnische Salz vorerst nicht gestreut wird
- Salzmangel zwingt Autofahrer zu Umwegen
- Was JuraSel mit vereisten Strassen zu tun hat
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Der Regen hat das Salz von Zürichs Strassen längst weggespült, doch die Folgen des aggressiven Minerals sind an unzähligen Fahrzeugen sichtbar. Innert kurzer Zeit sind Autos und Velos von Rost befallen worden.
«Das Salz ist extrem angriffig und frisst die Bikes fast auf», sagt Roland Spät vom Velogeschäft Backyard im Enge-Quartier. Wer sein Rad auf den gesalzenen Strassen benutzte, hätte es regelmässig waschen müssen. Wer jedoch das Bike nicht pflegte, hat jetzt ein Problem. Das Salz greift Felgen, Rahmen, Kette, einfach alle Metallteile an, sagt Spät. Während Aluminium oxidiert, rostet Stahl.
Zwar stehen bei Backyard derzeit nicht mehr Velos zur Reparatur bereit, doch die Räder geben mehr zu tun und die Schäden sind grösser als sonst. «Auch teure und neue Velos können durch das Salz schwer beschädigt werden», sagt Spät. Wenn dann ein neues Teil bereits klemmt, verstehen das nicht alle Kunden, so der Velomechaniker.
Autos leiden längerfristig
Weniger schnell sichtbar ist Korrosion an den Autos, zumindest an den moderneren. «Neue Fahrzeuge sind sehr gut geschützt – sonst würden die Hersteller nicht zwölf Jahre Garantie auf Rostschäden geben», erklärt Rolf Schürpf, Serviceleiter des BMW-Vertreters Binelli & Ehrsam. Heute sei Rost weniger ein Thema als noch vor fünfzehn Jahren.
«Wenn das viele Salz Schäden verursacht, dann zeigen sich diese erst in zehn Jahren», schätzt Luciano Arnold von Linde Carrosserie in Altstetten. Um Rostschäden vorzubeugen empfiehlt der Karossier, im Frühling den Unterboden des Fahrzeugs zu reinigen und die Radkästen auszuspülen. «Bei älteren Autos lohnt sich auch eine Behandlung, bei der Türen und andere Hohlräume mit Wachs geschützt werden.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 01.03.2010, 12:43 Uhr
Kommentar schreiben
5 Kommentare
Könnte man nicht eventuell das Velo gelegentlich mit einem feuchten Lappen abwischen oder sonst reinigen. Und danach Ketten und Gänge leicht einfetten. Das macht doch jeder, der im Winter unterwegs ist. Besser jedenfalls, als die hunderten von Knochenbrüchen. Der Sinn des Artikels erschliesst sich mir nicht. Alle nachlässig gepflegten Dinge altern doch vorzeitig. Mensch und Maschine übrigens. Antworten
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!


