Zürich
Studenten als Lehrer sind ein Erfolg
Aktualisiert am 03.02.2011 2 Kommentare
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Er habe noch selten so viel Lob aus der Schulpraxis erhalten, sagt Hans-Jürg Keller, Prorektor der Pädagogischen Hochschule (PH) gegenüber den Zürcher Regionalzeitungen. 54 seiner Studenten, die im letzten Studienjahr für Primarlehrkräfte sind, übernahmen im letzten Sommer wegen des Lehrermangels eine Klasse. Unter anderem deshalb konnten per Schulbeginn 2010/2011 doch noch alle Klassenlehrerstellen besetzt werden.
Die meisten der Studenten arbeiten im Tandem, teilen sich also zu zweit eine Stelle. Sie werden von der PH begleitet und unterstützt. Von den Schulleitungen hört Keller, dass die Junglehrer sehr selbständig seien, über gute Fachkenntnis verfügten und auch in Sachen Klassenführung und Schulsystem sattelfest seien.
Ein vorzeitiger Abgang
Nur eine Studentin von 54 musste vorzeitig aufhören, weil es für sie zu viel wurde. Damit sei aber in allen Berufen zu rechnen, meint Keller. Den Erfolg der Aktion führt der PH-Prorektor auf den Faktor Freiwilligkeit zurück. Die Studenten hätten sich selbst beworben und sich damit bewusst auf Mehrarbeit eingelassen.
Der Lehrermangel wird vorläufig andauern, schreiben die Regionalzeitungen. Keller rechnet damit, dass auch in den nächsten beiden Jahren Studenten als Lehrer eingesetzt werden.
(cal)
Erstellt: 03.02.2011, 08:06 Uhr
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