Täglich treten mehr als 10 Personen aus der katholischen Kirche Zürich aus

Aktualisiert am 15.06.2010 11 Kommentare

3864 Austritte in einem Jahr: Noch nie sind so viele Menschen aus der katholischen Kirche im Kanton Zürich ausgetreten wie 2009.

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Volle 52 Prozent mehr Austritte als im Jahr 2008 verzeichnet die katholische Kirche Zürichs im vergangen Jahr. Es gebe verschiedenste Gründe für diesen Anstieg, sagten Vertreter der Kirche am Dienstag vor den Medien in Zürich. Sicher seien auch umstrittene «Verlautbarungen aus Rom» Auslöser von Austrittswellen. Dazu kämen Negativ-Meldungen wie die Missbräuche in der katholischen Kirche oder die umstrittene Ernennung des neuen Zürcher Weihbischofs.

Hohe Austrittszahlen gebe es nicht nur in der katholischen Kirche, präzisierte Weihbischof Marian Eleganti. Alle Kirchen seien von diesem Phänomen betroffen – auch «ohne die typisch katholischen Provokationen». Das habe mit der Gesellschaft zu tun: Fehle die innere Beziehung, sei nicht mehr einsichtig, weshalb man auch noch etwas zahlen solle.

Die Anzahl katholischer Kirchenaustritte war im Kanton Zürich Anfang der 1990er Jahre – nach der Amtseinsetzung von Bischof Wolfgang Haas – in die Höhe geschnellt. 1993 wurden gemäss jüngstem Jahresbericht 3538 Austritte gezählt und ging dann wieder deutlich zurück. Die damalige Zahl wurde erst 2009 wieder erreicht, beziehungsweise übertroffen. (ep/sda)

Erstellt: 15.06.2010, 14:08 Uhr

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11 Kommentare

Ivan Casale

15.06.2010, 15:36 Uhr
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Kirchensteuer, alles andere ist Humbug. Die Leute brauchen das Geld für etwas anderes. Jeder Skandal ist natürlich bestens geeignet als Deckmantel benützt zu werden. Man gibt das Geld dann für andere Dinge aus - nötig oder unnötig. (Meine Lieblingsagnostiker sind diejenigen welche sich dann Mike Shiva o.ä. zuwenden, die Atheisten sind wenigstens in dem Bereich konsequent). Antworten


Andreas Kyriacou

15.06.2010, 15:12 Uhr
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Es ist erfreulich, dass die Statistiken zur Zahl der Konfessionsfreien so stetig nach oben korrigiert werden. Denn die Kirchen machen mit ihren scheinbar hohen Mitgliederzahlen Politik, auch wenn viele nur noch aus Trägheit oder Familientradition eingeschrieben sind. Gerade im Hinblick auf die kommende Datenerhebung im Rahmen der Volkszählung 2010 gilt: jeder Austritt zählt. Antworten



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