Tele Top sendet ins Heimgebiet von TeleZüri
Von Edgar Schuler. Aktualisiert am 19.01.2009 5 Kommentare
Günter Heuberger, Tele Top: «Im Grossraum Zürich hat es Platz für zwei private Fernsehsender.»
Kampf ums Präsidium auf TeleZüri
Wie unterschiedlich Tele Top und TeleZüri über Zürcher Lokalpolitik berichten, zeigt sich bereits heute Abend: Auf TeleZüri stellen sich beide Kandidatinnen im Kampf ums Stadtpräsidium, Kathrin Martelli (FDP) und Corine Mauch (SP), den Fragen von TeleZüri-Programmleiter Markus Gilli und von «Tages-Anzeiger»-Chefredaktor Peter Hartmeier in einem «TalkTäglich Spezial». Die Zuschauer können sich mit Videobotschaften an der Diskussion beteiligen. Filme mit Fragen können auf der Website telezueri.ch deponiert werden und werden während der Sendung ausgestrahlt.
Tele Top hatte bereits Anfang Januar, als es in Zürich noch gar nicht zu empfangen war, eine Diskussion mit allen Kandidierenden gesendet. (ese)
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Der von Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) im letzten Oktober verfügte Umbau der Fernsehlandschaft wird Tatsache: Ab heute können Fernsehzuschauer in der Stadt Zürich, an den beiden Seeufern, im Unterland sowie in Teilen des Limmattals und des Säuliamts zwei private Regionalsender empfangen. Der Kabelbetreiber Cablecom schaltet den Winterthurer Regionalsender Tele Top auf sein Kabelnetz, und zwar auf den Kanal 12. Der bisherige Fernseh-Platzhirsch TeleZüri, der wie der «Tages-Anzeiger» zum Medienkonzern Tamedia gehört, bleibt auf seinem angestammten Sendeplatz.
Tele-Top-Geschäftsführer Günter Heuberger sieht sich dennoch nicht in einer Konkurrenzsituation: «TeleZüri ist der einzige Sender, der in der Schweiz Weltstadtfernsehen ausstrahlt. Wir dagegen machen bewusst regionales Fernsehen.» Im Grossraum Zürich habe es nach menschlichem Ermessen Platz für zwei Privatfernsehen, sagt Heuberger, «und zwar ohne dass wir TeleZüri viele Zuschauer wegnehmen». Der Fernsehunternehmer rechnet aufgrund der Erfahrung mit seinem Lokalradio mit Zuschauern, die an spezifisch regionalen Informationen interessiert sind.
Heute kommt Tele Top nach Angaben von Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer in der Deutschschweiz auf 94'000 Zuschauer Tagesreichweite (Personen, die mindestens einmal am Tag den Sender einstellen). Bei TeleZüri sind es rund 454'000 Zuschauer. Heuberger hofft, dank der Fernseh-Konzession und den darin vorgeschriebenen lokalen Programmfenstern auf rund 200'000 zu kommen. Zur Konzession gehört auch, dass Heuberger das Verbreitungsgebiet in der Ostschweiz einschränkt, was ab Mitte Februar geschehen wird. Die Konzession bringt Tele Top vom Bund 1,4 Millionen Franken jährlich aus dem Gebührentopf. Im Gegenzug muss Heuberger für Schaffhausen und den Thurgau zwei regionale Programmfenster aufbauen. Das sollte laut Heuberger im Sommer der Fall sein: «Die Redaktion ist bereit, es braucht aber noch Verhandlungen mit Kabelnetzbetreibern.»
TeleZüri baut auch aus
TeleZüri war im Kampf um eine Sendekonzession und um Gebührengelder unterlegen. Der Sender erweitert dafür seine Verbreitung weit über das Konzessionsgebiet hinaus: Seit gestern ist TeleZüri auf BluewinTV in der ganzen Schweiz zu empfangen. Dazu kommen Kabelnetze in der Innerschweiz und in Glarus, die bereits TeleZüri aufgeschaltet haben oder das noch tun werden.
(Tages-Anzeiger)
Erstellt: 19.01.2009, 23:07 Uhr
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5 Kommentare
TeleZüri mag zwar professioneller daher kommen. Über einen Status, den es zu erreichen gäbe, verfügt der Sender aber bei weitem nicht: Es gibt schlicht kein Programm, keine Inhalte. Die News-Sendungen sind mit Banalitäten aufgebläht, viele der Gäste im Talk Täglich haben schlicht nichts zu sagen. Der Sonntalk hat sich tot gelaufen. Swissdate:no comment. CH-Lokalfernsehen: Zum Gähnen! Antworten


































