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Transitverkehr hat deutlich abgenommen

Von Von Daniel Schneebeli. Aktualisiert am 14.09.2011 13 Kommentare

Die neue Autobahn A 4 hat Zürich und das Säuliamt stark entlastet. Diese Entwicklung haben die Verkehrsplaner «verblüffend genau» vorausgesagt.

Weniger Stau dank neuer Autobahn: Die A 4 entlastet das Säuliamt vom Transitverkehr.

Weniger Stau dank neuer Autobahn: Die A 4 entlastet das Säuliamt vom Transitverkehr.
Bild: Keystone

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Die Blechlawine, welche die Dörfer im Knonauer Amt jahrzehntelang fast erstickte, ist verschwunden. Seit anderthalb Jahren wälzt sie sich auf der neuen Autobahn A 4 durchs Säuliamt, über die Westumfahrung und durch den Uetlibergtunnel an Zürich vorbei. Das kantonale Amt für Verkehr hat den Verkehr an Dutzenden von Zählstellen gemessen und festgestellt, dass über die Hauptstrasse von Birmensdorf über Affoltern nach Mettmenstetten bis zu 65 Prozent weniger Durchgangsverkehr rollt. Durchs Sihltal beträgt die Abnahme gar 68 Prozent. Stark profitiert auch die Stadt Zürich. An der Westtangente sind heute 26'000 Fahrzeuge pro Tag weniger unterwegs, was einer Abnahme von 53 Prozent entspricht. Die neue Autobahn wird dagegen gut benutzt. 50'000 fahren auf der A 4 durchs Säuliamt, 60'000 durch den Uetlibergtunnel und 70'000 über die Westumfahrung zum Limmattaler Kreuz.

Diese Entwicklung des Verkehrs hätten die Verkehrsplaner «verblüffend genau» vorausgesagt, schreibt das Amt für Verkehr. Praktisch auf der ganzen Linie seien die Prognosen eingetreten. Einzige Ausnahme: der Autobahnzubringer über Ottenbach und Obfelden nach Affoltern. Dort steige der Verkehr langsamer als erwartet. Gemäss Anselm Schwyn, Sprecher des Amts, rechnen die Verkehrsplaner damit, dass der für 2011 prognostizierte Verkehr erst im Jahr 2016 erreicht sein wird. 2010 wurden in Ottenbach 7400 Fahrzeuge pro Tag gemessen. Bis 2016 dürften es 10'600 Fahrzeuge sein. Obwohl die Planer generell mit jährlich gut 3 Prozent Mehrverkehr rechnen, dürfte der Transitverkehr durch die Dörfer gemäss Schwyn nicht mehr steigen. Dafür sorgen die flankierenden Massnahmen, die im Knonauer Amt ebenso wie in Zürich gebaut werden.

Sehr gesuchte Wohnregion

Mit der neuen Autobahn ist das Knonauer Amt als Wohnregion attraktiver geworden. Das Amt für Verkehr hat eine Zunahme der Bautätigkeit festgestellt, doch einen direkten und alleinigen Zusammenhang mit der A 4 gebe es nicht. Urs Hausmann von Wüest & Partner bezeichnet das Knonauer Amt als «sehr gesuchte Region». Das zeige sich an der Entwicklung der Immobilienpreise. Gemäss Hausmann sind sie 2010 überdurchschnittlich gestiegen, und der Trend halte in den ersten beiden Quartalen 2011 an. 2,55 Prozent seien die Einfamilienhäuser in den letzten sechs Monaten teurer geworden. In der Stadt Zürich betrug der Anstieg nur 1,2 Prozent, an der Goldküste 1,6 Prozent und am linken Seeufer 2,1 Prozent. Für Hausmann ist die A 4 einer von zwei wesentlichen preistreibenden Faktoren. Der zweite seien die sehr hohen Immobilienpreise in Zürich und am Zürichsee. Das stadtnahe Knonauer Amt sei zu einer «noch bezahlbaren Alternative» geworden.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 14.09.2011, 10:34 Uhr

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13 Kommentare

Lukas Aeschbacher

14.09.2011, 10:48 Uhr
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Haben die schlauen Verkehrsplaner auch die täglichen Staus am einspurigen Flaschenhals zwischen Westring und Uetlibergtunnel "verblüffend genau" vorausgesehen? Wieso wurden da zwei Spuren gebaut aber eine davon abgesperrt? Wie lange müssen die Kolonnen werden, bis da irgendwas gemacht wird? Nicht selten beginnt abends der Stau schon vor dem Uetlibergtunnel und zieht sich durch diesen hindurch. Antworten


Karl Hinderlin

14.09.2011, 10:40 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Das einzig traurige daran ist, dass man das alles schon seit Jahrzehnten hätte haben können ... Antworten



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