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Über 4000 Zürcher sind gegen den Swissmill-Turm

Von Felix Schindler. Aktualisiert am 21.10.2010 41 Kommentare

Die Gegner des Swissmill-Towers haben innert 30 Tagen über 4000 Unterschriften gesammelt. Voraussichtlich wird es bereits im kommenden Frühling es zu einer Volksabstimmung kommen.

Betonklotz oder eleganter Turm: Am Swissmill-Turm scheiden sich die Geister.

Betonklotz oder eleganter Turm: Am Swissmill-Turm scheiden sich die Geister.
Bild: zvg

Sollte das 118 Meter hohe Getreidesilo am Sihlquai gebaut werden, würde er einen Schattenkegel über das benachbarte Quartier Wipkingen werfen – insbesondere über das Freibad Unterer Letten. Davor graut vielen Zürchern: Innert der letzten 30 Tage haben über 4000 Personen das Referendum gegen den Gestaltungsplan für den Bau unterschrieben, wie Benjamin Leimgruber vom Referendumskomitee auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch sagt.

Heute um 15 Uhr haben die Swissmill-Gegner die Unterschriften dem Stadtrat überreicht. Sollten mindestens 2000 der Unterschriften gültig sein, wird das Stadtzürcher Stimmvolk über den Bau des Swissmill-Towers entscheiden. Im schnellsten Fall dürfte es im kommenden Frühling zu einer Volksabstimmung kommen. Laut Reto Zumstein, stellvertretender Leiter Abstimmungen und Wahlen der Stadtkanzlei Zürich, kommen der 13. Februar und der 15. Mai als mögliche Termine in Frage. Jetzt werden die Unterschriften von der Stimmregisterzentrale geprüft, der Stadtrat wird schliesslich entscheiden, wann das Referendum zur Abstimmung kommt.

Unterstützung aus der ganzen Stadt

Wie gross die Chancen des Referendums sind, lässt sich nur schwer abschätzen. «Wir haben nicht nur Unterschriften von der Quartierbevölkerung erhalten, sondern aus der ganzen Stadt und aus allen Altersgruppen», fährt Leimgruber fort. Deshalb rechnet sich Leimgruber auch eine breite Unterstützung bei der Abstimmung aus.

Der Silo in Zürich soll zu einem 118 Meter hohen Turm aufgestockt werden, weil Swissmill ihr Silo in Basel schliessen muss. Am 15. September hat der Zürcher Gemeinderat den Privaten Gestaltungsplan «Kornhaus Swissmill» mit 104 zu 10 Stimmen und 3 Enthaltungen gutgeheissen. Stadtrat André Odermatt, Vorsteher des Hochbaudepartements, äusserte damals die Ansicht, dass sich die Stadt für die Förderung zukunftsträchtiger Industriebetriebe ausgesprochen habe. Es sei positiv, dass im Trend- und Ausgeh-Quartier Zürich West weiterhin eine industrielle Produktion erfolge.

Daraufhin haben die Gegner des Projekts das Referendum ergriffen. Sie argumentieren, der «Limmatraum wird durch der Kornspeicher verunstaltet, im Hochhausplan der Stadt Zürich sind hier höchstens 40 Meter Gebäudehöhe erlaubt und das Flussbad Unterer Letten fällt ab 16 Uhr in den Schatten des Siloturms». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.10.2010, 12:48 Uhr

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41 Kommentare

Roman Günter

21.10.2010, 13:38 Uhr
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Seit wann interessiert sich die Stadt für die lokale Industrie? Das ganze Quartier ist voll von Bauten, welche von mittleren und kleinen Industriebetrieben verlassen werden mussten. Und jetzt unterstützt der Gemeinderat genau das Projekt, welches massivst in das Stadtbild eingreift. Die leiden wohl an 'Manhattismus'? Antworten


Peter Zumsteg

21.10.2010, 13:36 Uhr
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Der Kreis 5 heisst nicht umsonst "Industriequartier". Lange vor den ach so hippen Neuzuzüger wurde im Quartier noch richtig gearbeitet. Wäre schade um das Projekt. Antworten



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