Zürich

Unfallzone Fussgängerstreifen: Stadt untersuchte 800 Vorfälle

Aktualisiert am 05.11.2012 40 Kommentare

800 Unfälle, die zwischen 2003 und 2010 auf Zürichs Zebrastreifen passierten, wurden genauer unter die Lupe genommen. Das Resultat: Nicht nur das Betreten eines Fussgängerstreifens ist gefährlich.

Mit Insel in der Mitte sicherer: Zebrastreifen in Zürich.

Mit Insel in der Mitte sicherer: Zebrastreifen in Zürich.
Bild: Keystone

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Im Feierabendverkehr und bei ungünstigen Sicht- und Witterungsverhältnissen verunglücken in der Stadt Zürich besonders viele Fussgänger. Kaum einen Unterschied gibt es bei der Unfallhäufigkeit zwischen der ersten und der zweiten Fahrbahnhälfte, wie die Stadt Zürich heute Montag mitteilte.

Um die Unfallursachen genauer abzuklären, werden beispielsweise die Gehrichtung, die Anzahl der Fahrstreifen und der Kollisionsort bezogen auf die Fahrstreifen erfasst. Der Fachverband Fussgänger Schweiz und die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich haben rund 800 Unfälle der Jahre 2003 bis 2010 ausgewertet.

Mittelinsel schafft Sicherheit

Dabei zeigte sich, dass nicht nur das Betreten des Fussgängerstreifens gefährlich ist. Rund die Hälfte aller Unfälle ereigneten sich auf der zweiten Strassenhälfte. Man müsse nicht nur beim ersten Schritt vom Trottoir auf den Fussgängerstreifen aufpassen, sondern auf der ganzen Länge, sagte Thomas Schweizer, Geschäftsführer Fussverkehr Schweiz.

Bei Fussgängerstreifen ohne Mittelinsel verunfallen 55 Prozent der querenden Personen auf der zweiten Fahrbahnhälfte. Bei Fussgängerstreifen mit Mittelinsel sind es 47 Prozent. Dies deute darauf hin, dass Mittelinseln die Sicherheit verbessern können, heisst es in der Mitteilung.

Fussgängerinnen und Fussgänger sollten einen Zwischenstopp auf der Schutzinsel machen und sich vergewissern, dass eine Fortsetzung der Querung sicher möglich ist. Eine aussergewöhnliche Häufung an einem Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich gibt es nicht. Systematische Mängel an der Infrastruktur könnten grösstenteils ausgeschlossen werden.

Um alle Verkehrsteilnehmer für die Problematik an Fussgängerstreifen zu sensibilisieren, führen Stadtpolizei Zürich und Dienstabteilung Verkehr ab Mitte November eine Präventionskampagne durch. (jcu/sda)

Erstellt: 05.11.2012, 17:05 Uhr

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40 Kommentare

Derek Richter

05.11.2012, 18:13 Uhr
Melden 79 Empfehlung 36

Solange Fussgänger sich eher am Handy oder iPod vergnügen anstelle den Verkehrsfluss zu beobachten wird es nicht weniger Unfälle geben. Das Gesetzt, welches den Fussgängern Vortritt verschafft, widerspricht nunmal den elementarsten Naturgesetzen. Da hilft auch kein Tempo 30, 20 oder 10. Antworten


Martin Fischer

05.11.2012, 17:29 Uhr
Melden 42 Empfehlung 9

Die Mittelinsel nützt aber gar nichts, wenn man mit einer doppelten Ampel mitten auf der Strasse "parkiert" wird und sich zwischen sich kreuzenden Trolleybussen und Sattelschlepper dünn machen muss. Ich habe Szenen erlebt mit Kinderwagen und Rollstühlen; ... absoluter Horror. Antworten



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