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«Viele schätzen Zürichs Lebensqualität zu wenig»

Von Tina Fassbind. Aktualisiert am 21.11.2011 4 Kommentare

Was machen eigentlich die drei Ständeratskandidaten vor dem zweiten Wahlgang? Zum Beispiel einen Flyer-Sprint. Felix Gutzwiller gewährt uns Einblicke in seinen Alltag im 3. Teil der Serie «Kandidaten ganz privat».

1/10 7 Uhr morgens am Bahnhof Altstetten: Der Zürcher Ständeratskandidat Felix Gutzwiller verteilt kurz vor dem zweiten Wahlgang vom 27. November Flyer für seine Wiederwahl ins Stöckli.
Bild: André Springer

   

Felix Gutzwiller (FDP, bisher)

Der 63-jährige Präventivmediziner ist bereits seit vier Jahren im Ständerat. Er erzielte im ersten Wahlgang mit 153'500 Stimmen hinter Verena Diener das zweitbeste Resultat. Er wird unterstützt von FDP, CVP, BDP und EVP. (TA)

Das politische Profil von Felix Gutzwiller. Quelle: smartvote.ch

Die Serie

Am 27. November 2011 entscheidet das Zürcher Stimmvolk in einem zweiten Wahlgang darüber, wer den Kanton künftig im Ständerat vertreten soll. Drei Hauptkandidaten stellen sich zur Wahl: Die beiden Bisherigen, Ständerätin Verena Diener (GLP) und Ständerat Felx Gutzwiller (FDP), sowie Christoph Blocher (SVP).

In einer dreiteiligen Serie haben wir in Erfahrung gebracht, wie sie die Tage bis zum Wahlsonntag verbringen, welche politischen Themen sie in Bern aufs Tapet bringen wollen und was sie als Mensch bewegt.

Feste Bestandteile der Serie waren ein Fragebogen, den alle drei schriftlich beantwortet haben, und eine Bildstrecke, in der ein Tag im Leben des jeweiligen Kandidaten gezeigt wird. Die Kandidaten konnten die Fotomotive selbst bestimmen.

Bereits erschienen sind die Teile 1 mit Verena Diener und 2 mit Christoph Blocher. (tif)

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Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Warum sollten die Stimmbürgerinnen ausgerechnet Sie in den Ständerat wählen?
Während acht Jahren im Nationalrat und einer ersten Legislatur im Ständerat habe ich gezeigt, dass ich für Zürich Resultate erzielen kann. Ein Rating bezeichnet mich sogar als wirksamstes Zürcher Mitglied im National- und Ständerat. Dieser Einsatz für unseren Kanton macht mir Freude. Ich möchte ihn gerne weiterführen.

Welches sind die drei vordringlichsten Probleme im Kanton Zürich, die Sie in Bern aufs Tapet bringen möchten?
Die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation als zentrales Thema der nächsten Legislatur, die Verbesserung der Rahmenbedingungen für unseren Kanton als Wirtschaftsmotor der Schweiz und die Behebung der Engpässe im Schienen-, Strassen- und Luftverkehr.

Wie wollen Sie für die Interessen des Kantons im Ständerat kämpfen?
Entscheidend ist es, Mehrheiten und Allianzen zu finden. Nicht Maximalforderungen aus Zürich, sondern die Mehrheit der anderen Kantone ermöglicht Lösungen, die uns weiterbringen.

Wie viel Geld geben Sie für den zweiten Wahlkampf aus?
Weniger als die Hälfte des ersten Wahlganges, sehr viel ist Freiwilligenarbeit.

Zürich ist für Sie...?
…der Kanton mit der grössten Lebensqualität.

Was ärgert Sie an Zürich?
Dass viele Menschen diese Lebensqualität zu wenig schätzen.

Was lieben Sie an Ihrem Heimatkanton am meisten?
Seine Vielseitigkeit von Stadt und Land, Geografie, Kultur und Kreativität.

Was zeigen Sie einem Besuch aus dem Ausland am liebsten im Kanton Zürich?
Den See, das Hochschulquartier und das vorwärtsgewandte, metropolitane Zürich in den Kreisen 4 und 5. Wenn ich etwas mehr Zeit habe, füge ich gerne einen Ausflug aufs Land an. Die Nähe von Weltstadt und ländlicher Idylle löst immer wieder Begeisterung aus.

Gibt es ein Gerücht über Sie, das Sie zum Schmunzeln brachte?
Dass aus einer guten gemeinsamen Freundin von meiner Frau und mir plötzlich eine geheimnisvolle «blonde Freundin» wurde – darüber können wir zum Glück alle drei schmunzeln.

Mit welchen drei Adjektiven würde Sie ein guter Freund beschreiben?
Verbindend. Verlässlich. Gewinnend.

Wie möchten Sie der Nachwelt dereinst in Erinnerung bleiben?
Als integrer, einsatzfreudiger und wirksamer Vertreter unseres Kantons Zürich in Bern. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.11.2011, 10:57 Uhr

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4 Kommentare

K. Wiegand

22.11.2011, 03:54 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Herr Gutzwiller betreibt den Aufwand sicher nicht für das Volk. Das soll ihm nur in die politische Position verhelfen. Es sind die vielen, vielen Vorteile der Politiker vom System und die fürstlich dotierten Vorteile der Lobbyarbeit, also Interessenvertretung, die ihn antreiben. Konkret ausgedrückt sind das Einnahmen, also Geld. Das Wählervolk sollte endlich seine Naivität ablegen. Antworten


Seraphim Weibel

21.11.2011, 11:13 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Sympathischer Kandidat, wählbar auch für andere Parteien. Allerdings vergisst der Sonnyboy t, dass es wirkliche Probleme gibt im Kanton. Die Belastung der Sozialwerke ist hoch, die der Kt. Mitarbeitenden ebenso. Der Verkehr kollabiert beinahe, der Finanzplatz ist nur mit Staatlicher hilfe überlebensfähig da versteh ich nicht warum Zürich immer noch für die anderen Kantone die Rechnungen zahlt. Antworten



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