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Vier Unfälle über Mittag: Weshalb Tunnels zur Eisfalle werden

Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 10.02.2010 21 Kommentare

Gubrist, Bubenholztunnel, Uster Nord – Gleich viermal hat es heute bei Tunneleinfahrten gekracht. Dafür sind drei Faktoren verantwortlich.

Glatteisgefahr: Bei Wetter wie diesem ist im Tunnel Vorsicht angebracht.

Glatteisgefahr: Bei Wetter wie diesem ist im Tunnel Vorsicht angebracht. (Bild: Keystone)

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Innert weniger als zwei Stunden ist es im Kanton Zürich zu vier Unfällen gekommen, alle im Bereich des Tunnelportals:

  • 12.30 Uhr: Beim Eingang des Gubristtunnels prallen sieben Autos ineinander. Zehn Kilometer Stau.
  • 12.50 Uhr: Selbstunfall auf der A53 im Tunnel Höchi bei Uster. Ein Auto steuert in die Tunnelwand.
  • 13.59 Uhr: Ein Auto rutscht im gleichen Tunnel in die Wand. Der Fahrer wird leicht verletzt. Der Strassenunterhalt wird aufgeboten, um nachzusalzen.
  • 14.21 Uhr: Beim Bubenholztunnel auf der A51 zwischen Zürich-Nord und Glattbrugg prallt ein Lieferwagen in die Tunnelwand.

Während es draussen nass und im Tunnel trocken ist, bildet sich bei der Tunneleinfahrt vielerorts Eis. «Wir hören aber nicht beim Tunnelportal mit Salzen auf», sagt Reto Färber, Strasseninspektor des Kantons Zürich.

Drei besondere Faktoren hätten jedoch dazu geführt, dass es heute speziell eisig sei, erklärt Färber: Leichter Schnee rieselt auf die Fahrbahn, mit -4 Grad ist es relativ kalt, und wegen des starken Luftzugs, der in den Tunnels herrscht, wird der Schnee weit in die Röhre hineingetragen. «Diese Situation ist wirklich sehr, sehr aussergewöhnlich.»

Tempo reduzieren, Abstand halten

Mit ein Grund für die Eisbildung: Die Tunnels, in denen es gekracht hat, sind richtungsgetrennt. «Weil sämtliche Autos in die gleiche Richtung fahren, entsteht da ein Luftzug von bis 5 Metern pro Sekunde», erklärt Färber. Der feine Schnee verbinde sich schlecht mit den Salzkristallen.

Martin Sorg von der Kantonspolizei Zürich vergleicht Tunnels mit Brücken. «Es friert schneller und bleibt länger kalt.» Sorg empfiehlt, bei der Einfahrt in Tunnels besonders vorsichtig zu sein und die Geschwindigkeit den Verhältnissen anzupassen: «Tempo reduzieren, vorausschauend fahren und den Abstand zum Vorderfahrzeug erhöhen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.02.2010, 15:55 Uhr

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21 Kommentare

Mona Keller

10.02.2010, 17:13 Uhr
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Sobald ich den Abstand zum Vorderfahrzeug erhöhe, fährt ein Fahrzeug zwischen mich und mein Vorderfahrzeug. Gerade wieder heute morgen passiert. Dann reduziere ich wieder Tempo um Abstand zum neuen Vorderfahrzeug zu erhöhen - das nächste Auto blinkt rechts rein... Antworten


Dean Braus

10.02.2010, 17:55 Uhr
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Über die Hälfte aller Autobahnbenutzer fahren gemeingefährlich! Hält man genügend Abstand passiert jeweils, was Frau Keller beschreibt, fährt man die erlaubten 120 wird man von hinten bedrängt und von der Seite bedroht.. Auf der Autobahn bremsen bedeutet Gefahr, das sollten die Drängler und Bremser endlich mal begreifen, bei Tempo 120 kann man schlecht einschätzen, wie stark der Vordere bremst! Antworten



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