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Volksfest auf dem Glatteis

Von Hélène Arnet. Aktualisiert am 13.02.2012

Zehntausende vergnügten sich am Wochenende auf den gefrorenen Zürcher Seen. Vor allem der Pfäffikersee wurde zum Freizeitpark. Und die Eiszeit dauert voraussichtlich noch einige Tage an.

1/45 Dick vermummt trotz Sonne: Auf dem Türlersee konnte man am Wochenende nach Herzenslust spazieren gehen.
Leserreporter: Eva Kirchberg-Bernhard

   

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Wie einen Curlingstein schubst der Vater seinen Sohn über das Eis. Der jauchzt. Daneben spielen Jugendliche Hockey, ein älterer Mann skatet elegant über das schneebedeckte Eisfeld, und Pärchen gleiten Arm in Arm auf Schlittschuhen vorbei. Und sie sind alle so nett, so freundlich, so fröhlich. Wer sein Menschenbild aufbessern will, muss sich nur aufs Glatteis wagen. Gestern war auf dem Pfäffikersee eine so friedliche Stimmung, dass es einem trotz Bise warm ums Herz wurde.

Gegen 15 Uhr sieht es beim Einstieg Pfäffikon aus wie im Hauptbahnhof Zürich in der Stosszeit. Eine dichte Menschenmenge zieht sich seit der Mittagszeit vom Bahnhof durch das Dorf zum See. Es riecht nach Glühwein, Bratwurst und Raclette. Vor dem Schlittschuhverleih steht die längste Schlange. Peter Buchs und sein Team vom hiesigen Sportgeschäft geben ohne Unterlass Schlittschuhe raus. An die 3000 werden es bis abends sein. Draussen auf dem See wird es ruhiger – die Leute, es sind wohl gegen 30'000, verteilen sich auf der grossen Fläche. Hier wird das Volksfest auch zum Naturerlebnis.

Einige Knochenbrüche

«Eismeister» Peter Hauser vom Sicherheitsamt Pfäffikon ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der ersten beiden Pfäffiker Eistage. Es gab zwar einige Knochenbrüche, doch schlimmere Unfälle haben sich bis gestern Abend nicht ereignet. Wenn es unter null bleibe und nicht zu viele Niederschläge gebe, könne der See noch einige Tage begehbar bleiben, sagt Hauser.

Für etwas Aufregung sorgte das Erdbeben am späten Samstagabend. Der Katzensee wurde sicherheitshalber bis Sonntagmorgen geschlossen, und auch der Pfäffikersee wurde nach neu entstandenen Rissen abgesucht. Nach den Kontrollen konnte an beiden Orten entwarnt werden. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.02.2012, 19:37 Uhr

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