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Von 8000 auf 14'000 Franken in drei Jahren

Von Christoph Landolt. Aktualisiert am 30.05.2011 9 Kommentare

Die UBS stellt im Immobilienmarkt des Limmattals Überhitzungstendenzen fest. Alles dränge in diese Region, sagt Analyst Claudio Saputelli. Für den Boom sieht er zwei Gründe.

Fluss, Autobahn, Eisenbahn: Limmattal. (Bild: Archiv TA)

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Es sind die üblichen verdächtigen Regionen, in denen die UBS (UBSN 11.15 -0.89%) das Risiko einer Immobilienblase erkennt: die Stadt Zürich, beide Seeufer, die Steuerparadiese der March. Nur wenig schwächer boomt der Markt im Limmattal. Die UBS-Analysten stellen die Gegend unter besondere Beobachtung und zählen sie zu den sogenannten Monitoring-Regionen.

Ausgerechnet das Limmattal, das viel geschmähte Tor zum Aargau, durchschnitten von Autobahn und Gleissträngen, längst zersiedelt und für seinen hohen Ausländeranteil bekannt? «Alles drängt dorthin», sagt Claudio Saputelli, Leiter Wealth Management Real Estate Research der UBS. Zürich platze aus allen Nähten, entsprechend hoch sei auch die Nachfrage nach Wohneigentum im benachbarten Bezirk Dietikon.

Offene Grenzen, offene Strassen

Die Zahlen, welche Saputellis Team zusammengetragen hat, zeugen vom Boom: In Uitikon und Oberengstringen war ein Quadratmeter Nettowohnfläche für Eigentumswohnungen im gehobenen Segment vor drei Jahren noch für 8000 Franken zu haben – heute kostet er 14'000 Franken. In Unterengstringen sind die Preise in dieser Klasse von 10'000 auf 16'000 Franken gestiegen. Allein im Jahr 2009 sind 7,5 Prozent mehr Wohnungen und Häuser gebaut worden. In Schlieren ist die Bevölkerung allein im Jahr 2008 um 7 Prozent gewachsen.

    Dass das Limmattal gerade neu entdeckt wird, hat laut Saputelli zwei Gründe:
  • Die Westumfahrung mit dem Uetlibergtunnel schafft neue Verkehrswege. Der Anschluss des Limmattals an das Nationalstrassennetz ist für den Ökonomen «phänomenal».
  • Spürbar ist auch die Personenfreizügigkeit, die 2007 in Kraft getreten ist. Der Einfluss auf den Immobilienmarkt im Limmattal sei sehr stark, meint Saputelli. Für Zuzüger spielten auch die alten Vorurteile keine Rolle. «Wer von aussen hinsieht, erkennt die Vorzüge der Region besser.»

Nicht alle Lagen profitieren gleich stark vom Boom. Gefragt sind vor allem Objekte in schöner Umgebung, etwa an Hanglagen. Laut Saputelli sind selbst Standorte an Geleisen oder der Autobahn gefragt, sofern sie eine gute Sicht bieten.

Ob aus dem Boom eine Blase wird, will Saputelli nicht prophezeien. «Es hängt alles von den Entwicklungen in Zürich ab.» Wer vor drei Jahren im Limmattal eingestiegen sei, habe sicher zu den Gewinnern gehört. Das Limmattal ist inzwischen die teuerste Gegend des Kantons, die nicht an einem See liegt. Sobald sich in der Stadt Zürich die Nachfrage abkühlt, ist das Immobilienmärchen auch im Limmattal zu Ende. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.05.2011, 12:16 Uhr

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9 Kommentare

Helena Müller

30.05.2011, 12:39 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Die Immobilienlage kühlt sich ab? wer's glaubt, wird selig! Antworten


Georges Simmel

30.05.2011, 13:53 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Wir sitzen auf einer Riesenblase. Wir müssen die Zuwanderung aktiv fördern. Nur so kann die Blase robust bleiben. Die am unteren Ende sind halt die Verlierer. Pech gehabt. Also: Hahnen auf - und Zuwanderung aktiv erhöhen! Nach uns die Sintflut! Antworten



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