Weder im Verein noch beim Marronibraten dabei: Einbürgerung abgelehnt
Von Simon Eppenberger. Aktualisiert am 11.12.2009 109 Kommentare
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Das gab es in Hüttikon noch nie: Obwohl der Gemeinderat die Einbürgerung eines 24-jährigen Mazedoniers empfohlen hatte, sprachen sich die Hüttiker dagegen aus. Mit 28 von 37 Stimmen lehnte die Gemeindeversammlung das Gesuch von Feim Ziberi ab. Der junge Mann lebt gemäss dem «Zürcher Unterländer» zwar seit der 4. Primarschule im Dorf, doch die meisten der anwesenden Stimmbürger waren der Meinung, Ziberi gehöre nicht zu ihnen.
Zuvor hatte sich der Gemeindepräsident Markus Imhof für den Mazedonier eingesetzt und der Versammlung gesagt, der Gemeinderat habe ihn vorgeladen und einen positiven Eindruck erhalten. «Ich bin überzeugt, dass er integriert ist», sagt Imhof auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch.
Grossaufmarsch von «Ur-Hüttiker»
Viele Hüttiker waren anderer Meinung. Sie kamen extra für dieses Traktandum an die Versammlung. «Als ich sah, wie viele Ur-Hüttiker gekommen waren, war klar, wohin es geht», sagt Imhof. Üblicherweise zieht eine Gemeindeversammlung rund ein Dutzend Hüttiker an. Dieses Mal waren es fast 40.
Sie verlangten zuerst, der Mazedonier müssen den Raum wieder verlassen. Dann wurde die Einbürgerung in einer geheimen Abstimmung abgelehnt. Anschliessend wurde noch über den Grund der Ablehnung beschlossen. Fazit: Der Mann habe keinen Kontakt mit den Einwohnern im Ort. Demnach sei er weder am Neujahrsapéro, beim Marronibraten noch in einem Verein zu sehen. «Dem kann ich nicht widersprechen», sagt Imhof. Trotzdem tue ihm der junge Mann leid. Der Abgewiesene erwägt einen Rekurs.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.12.2009, 14:17 Uhr
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109 Kommentare
Anstatt die Hüttiker zu verurteilen und Gerichte anzurufen, müsste man sich überlegen, was bei einer Einbürgerungs-Abstimmung den Ausschlag gibt. In der Regel kennt man den Kandidaten ja nicht persönlich - wie auch. Deshalb entscheidet ein Bauchgefühl, welches vielen Schweizern sagt, dass "es nun reicht". Wir haben mit über 20% Ausländeranteil mehr als genug. Eine Einbürgerung ändert daran nichts. Antworten


































