Wenn das Christkind eine Maschine ist

Ist das Christkind eine Drohne? Oder das Rentier ein Roboter? ETH-Forscher haben einen etwas anderen Weihnachtsgruss versendet.

So stellen sich ETH-Robotik-Doktoranden augenzwinkernd das Weihnachten der Zukunft vor.


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Das Christkind bringt an Heiligabend die Geschenke – oder der Chlaus auf dem Schlitten, der von Rentieren gezogen wird. Wie das vonstatten geht, wusste man nicht so genau. Bis jetzt.

Denn inzwischen hat sich die ETH Zürich der Sache angenommen. Nun, nach intensiven Studien, haben die strikte der Wissenschaft verschriebenen Forscher ein klares Bild des Vorgangs. Sie haben den Beweis erbracht, wie die Geschenke auf den Schlitten gelangen. In einem Videofilm weisen sie glasklar nach, dass der Päckliversand im Grunde eine Zusammenarbeit ist – und zwar von mehreren Robotern.

Wenn sich Robotiker einen Spass erlauben

Kurz gesagt läuft es folgendermassen ab: Roboter 1 bringt das Paket vom Produktionschlaus zum Flugroboter 2 mit Zipfelmütze, der es zum Schlitten transportiert, der von Roboter 3 mit rotem Rentiergeweih gezogen wird. Bis es bei den Kindern ankommt.

«Es ist ein Weihnachtsgruss aus der ETH», sagt Marco Hutter schmunzelnd. Er ist Doktorand des Autonomous System Lab (ASL) der ETH, das kurzfristig zum Autonomous Christmas Lab mutierte. Hutter und weitere Robotik-Doktoranden haben sich einen Spass mit drei ihrer Maschinen erlaubt.

Rezero, der agile Butler...

Roboter 1 heisst Rezero. Rezero ist eine Art Butler und ist aus einem Studentenprojekt heraus entstanden. Gemäss Hutter ist der auf einer Kugel balancierende Rezero weltweit der agilste Roboter seiner Art. Wie der Filmabspann zeigt, hat er allerdings noch ein wenig Mühe, Lifttüren zu öffnen.

Die Drohne namens Firefly wurde im Rahmen des EU-Projekts sFly entwickelt. Sie hat am Bauch eine Kamera, mit welcher sie die Umgebung kartografieren und sich selbst lokalisieren kann. Firefly soll Rettern Informationen aus Katastrophengebieten liefern, die nicht oder kaum begehbar sind.

...und StarlETH, der vierbeinige Roboter

Und der vierbeinige Rentier-Roboter 3 schliesslich heisst StarlETH (gesprochen: Starlet) und hat die Grösse eines Hundes. StarlETH ist mit zwölf Motörchen ausgerüstet und somit sehr mobil. Durch seine Bauweise kann er mit natürlich anmutendem Gang über Hindernisse steigen – auch über Styroporschnee.

StarlETH wird wie die Firefly-Drohne für den Ernstfall entwickelt. So kann sich Robotiker Hutter vorstellen, dass der Elektrovierbeiner in Zukunft den Drohnen als Rettungshund zur Seite steht. Oder aber weiterhin im Dienst des Christkinds. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.12.2012, 09:05 Uhr

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