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Wenn es eine «Arbeiterpartei» gibt, ist es die SVP

Aktualisiert am 20.09.2010 70 Kommentare

Das kantonale Amt für Statistik hat die Wähler in Zürich unter die Lupe genommen. Und es stellte fest: Keiner Partei gehören mehr Wähler mit tiefen Bildungsniveau und geringem Einkommen an als der SVP.

Einkommenverteilung der Parteiwähler

Einkommenverteilung der Parteiwähler


Wähleranteil in Prozent

Quelle: Kanton Zürich


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Keine Partei im Kanton Zürich hat mehr Topverdiener in der Wählerschaft als die FDP: Fast die Hälft aller FDP-Wähler hat ein monatliches Haushalteinkommen von mehr als 10'000 Franken. Dies geht aus einer Erhebung hervor, die das Statistische Amt des Kantons Zürich heute Montag publiziert hat.

Die Statistik unterscheidet drei Einkommensstufen: Personen, die über ein Haushaltseinkommen von weniger als 7000 Franken verfügen, solche, denen 7000 bis 10'000 Franken zur Verfügung steht. Das höchste Einkommensniveau bilden Personen mit 10'000 Franken und mehr. Bei den einkommensschwachen Personen sind die SVP-Wähler mit Abstand am stärksten vertreten. 56 Prozent unter ihnen gehören dazu – auch im Vergleich mit den anderen Parteien ist dieser Anteil am grössten. Zudem wohnen die meisten SVP-Wähler in der Agglomeration des Grossraums Zürich. Auf dem Land wohnen nur 21 Prozent der Wähler.

Bildungsniveau der Zürcher Wähler

Bildungsniveau der Zürcher Wähler


Wähleranteil in Prozent

Quelle: Statistisches Amt Kanton Zürich

Auch bei einer weiteren Grafik sticht die SVP hervor: Keiner Partei gehören mehr Wähler an, die eine Berufslehre oder eine geringere Ausbildung absolviert haben. Hier unterscheidet die Statistik zwischen Berufslehre oder geringerem Ausbildungsniveau, Höhere Berufsausbildung/Matura und Hochschule. Ferner sind bei der SVP die meisten klassische Werktätige oder Gewerbler mit eigenem Kleinbetrieb. Einen Hochschulabschluss haben dagegen nur 5 Prozent. Wenn es im Kanton Zürich also überhaupt eine «Arbeiterpartei» gibt, ist es die SVP - nicht mehr die SP.

Partei für die Jungen gibt es nicht

Von den SP-Wählern sind viele Staatsangestellte, etwa Lehrer oder Sozialarbeiter – mehr als bei den anderen Parteien. Wer einen Hochschulabschluss hat und politisch links eingestellt ist, entscheidet sich gemäss den Ergebnissen eher nicht für die SP, sondern gibt seine Stimme den Grünen.

Deutliche Unterschiede gibt es hingegen beim Alter. FDP, SVP und CVP haben vergleichsweise viele Rentner unter ihren Wählern. Direkt darunter liegen die SP-Wähler: Bei diesen liegt das Durchschnittsalter zwischen 45 und 65 Jahren. Noch etwas jünger sind die Befürworter von Grünen und Grünliberalen, bei denen die meisten zwischen 30 und 45 Jahre alt sind. Eine eigentliche Partei für die Jungen gibt es im Kanton Zürich nicht. Keine einzige schafft es, bei den unter 30-Jährigen besonders gut anzukommen.

649 Zürcher befragt

Das Amt wollte wissen, wie die Zürcher Wählerschaft tickt und hat dazu eine Repräsentativbefragung von Schweizer Stimmberechtigten ausgewertet. Die Befragung wurde 2007 durchgeführt, direkt nach den letzten Nationalratswahlen. 649 Zürcher Stimmberechtigte wurden damals nach ihren politischen Ansichten, ihrem Alter, ihrer Ausbildung und ihrem Geschlecht befragt.

Erstellt: 20.09.2010, 14:37 Uhr

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70 Kommentare

daniel hügli

20.09.2010, 15:56 Uhr
Melden

Die SVP predigt seit Jahren dass die Linken das Land kaputt machen. Die suboptimal gebildeten SVP Wähler glauben das natürlich. Es braucht halt schon etwas Grips zu erkennen, dass die Schweiz seit je eine Mitte-Rechts Regierung hat. Es gibt weder im Ständerat noch Nationalrat eine linke Mehrheit. Die SVP lockt ihr Wahlklientel mit einfachen, markigen Sprüchen - leider funktionierts. Antworten


Jonas B.

20.09.2010, 16:30 Uhr
Melden

SVP-Militärchef baut die Armee ab. Er sagt: die Linken bauen die Armee ab. SVP-Kantonsräte verhindern neues Polizeizentrum. Sie sagen: die Linken betreiben Kuscheljustiz. Die SVP ist keine Arbeiterpartei, sondern ihre eigene. Mit dem Feuer der Angst zu spielen ist ihre einzige Stärke. Echte Resultate liefern diese Leute nie, denn sie müssen ja nicht arbeiten, denn dafür sind die Arbeiter ja da. Antworten



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