Zürich
Werbeverbot für Bierbrauer in Zürcher Stadien
Von Stefan Häne. Aktualisiert am 28.12.2011 8 Kommentare
Artikel zum Thema
- Krawalle könnten neues Stadion gefährden
- Im SF flimmert noch wenig Alkoholwerbung
- Der neue Hardturm wird 15 Millionen teurer und weniger sicher
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an
4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Sport und Alkohol – das beisst sich nach Ansicht des Blauen Kreuzes. Bierwerbung sei bei Fussball- und Eishockeyspielen jedoch sehr präsent, moniert die Organisation. Gerade Jugendliche liessen sich dadurch «noch sehr stark» beeinflussen. Der Konsum habe in den letzten Jahren denn auch zugenommen. «Bei Sportveranstaltungen sind die Auswirkungen offensichtlich», sagt Geschäftsführer Stephan Kunz. Alkohol- und Gewaltexzesse zögen hohe Kosten nach sich und belasteten das Gesundheitswesen übermässig.
Vor diesem Hintergrund schlägt eine Expertengruppe der Organisation vor, im Kanton Zürich die Initiative «Für die Jugend; gegen Alkohol im Sport» zu lancieren. Ziel: An Sportanlässen soll nebst harten Alkoholika neu auch Werbung für Bier und Wein verboten sein. Der Vorstand entscheidet über den Antrag im Januar, die Mitgliederversammlung im Mai. Geschäftsführer Stephan Kunz rechnet damit, dass das Blaue Kreuz die Initiative starten wird. Offen ist, ob die Organisation einen eigenen Gesetzestext ausarbeiten oder die Initiative in Form einer Anregung halten wird, die der Kantonsrat bei einer Annahme in ein Gesetz giessen müsste.
Einnahmeausfälle befürchtet
Bereits jetzt reagieren Getränkehersteller wie Feldschlösschen alarmiert, weil sie Umsatzeinbussen befürchten. Bei den Kloten Flyers will man sich noch nicht im Detail äussern. Es sei aber klar, dass ein Teil der Einnahmen verlustig ginge, wenn Calanda als Sponsor wegfiele, sagt ein Sprecher. Bedenken hat auch Peter Zahner, CEO bei den ZSC Lions, obschon der Zürcher Klub derzeit ohne Sponsor aus dem Alkoholbereich auskommt: Die Initiative erreiche ihr Ziel nicht, die Jugendlichen vom Alkohol abzuhalten. «Alkohol wird so oder so getrunken.» Die Initiative träfe deshalb vielmehr die Klubs, weil Einnahmen verlustig gingen. Ein Fragezeichen setzt Zahner hinter die Praktikabilität der kantonalen Initiative: Was geschähe, wenn ein Verein aus einem anderen Kanton mit einer Bierwerbung auf dem Leibchen im Hallenstadion spielte?
Kunz vom Blauen Kreuz räumt ein, dass ein landesweites Verbot mehr Sinn machen würde. Den Kanton Zürich sieht er als Testfeld: «Wir erhoffen uns in Zürich den Durchbruch mit entsprechender Signalwirkung.» Bereits bei den Alkoholtestkäufen habe Zürich erfolgreich die Vorreiterrolle übernommen. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 28.12.2011, 08:52 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
8 Kommentare
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten