Zürich
«Wichtig ist Mundart, ob Berndeutsch oder Bayrisch spielt keine Rolle»
Von Lucienne-Camille Vaudan. Aktualisiert am 15.05.2011 312 Kommentare
Gegnerin der Mundart-Initiative: Geschäftsleiterin des Verbandes Zürcher Schulpräsidien und CVP-Kantonsrätin Corinne Thomet-Bürki. (Bild: zvg)
Kämpfte für die Mundart-Initiative: Ex-EVP-Kantonsrat und Seklehrer Thomas Ziegler. (Bild: zvg)
Findet die Mundart-Initiative progressiv: Der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl. (Bild: Keystone )
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Thomas Ziegler vom Initiativkomitee ist erfreut und erleichtert über das deutliche Abstimmungsergebnis. Er habe zwar immer an den Erfolg der Initiative geglaubt, sei in den letzten Tagen jedoch unsicher geworden. Für den ehemaligen EVP-Kantonsrat und Sekundarlehrer aus Elgg sind auch nach der Annahme der Initiative Kindergärtnerinnen deutscher Nationalität kein Problem: «Wichtig ist, dass Mundart gesprochen wird. Ob dies nun Berndeutsch oder Bayrisch ist, spielt keine Rolle. Falls eine Kindergärtnerin nur Hochdeutsch spricht, wird sie wohl einen anderen Job im Bildungswesen finden».
Auch der Kinder- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl engagierte sich für die Mundart-Initiative. Er ist nicht erstaunt über die Deutlichkeit der Entscheidung: «Die Leute verstehen nicht, weshalb ihren Kindern eine Standardsprache aufgezwängt werden sollte». Der Psychologe ist der Meinung, dass es für die sprachliche Entwicklung eines Kindes wichtiger sei, zuerst die Umgangssprache sicher zu beherrschen, bevor eine neue Sprache erlernt wird. Den Zwang zu einer Standardsprache hält er für rückständig, der Kanton Zürich zeige mit dieser Entscheidung, dass er nach vorne schaue.
«Die Initiative ist ein Witz»
Für Corinne Thomet-Bürki, CVP-Kantonsrätin, Schulpräsidentin und Gegnerin der Initiative, ist das Abstimmungsergebnis das Resultat einer emotional geführten Debatte: «Es wurde die Angst vor einer Verakademisierung des Kindergartens geschürt». Im Vorfeld der Initaitive habe es keine bildungspolitische Notwendigkeit für eine solche Gesetzesänderung gegeben: «Die gesetzliche Verankerung von Mundart im Kindergarten ist ein Witz und ich bin überzeugt, dass die Initiative nicht ohne Weiteres in die Realität umgesetzt werden kann». (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.05.2011, 16:50 Uhr
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312 Kommentare
wo liegt das problem frau thomet.es ist die pflicht der exekutive die initiative umzusetzen.immer wenn es den verlierern nicht passt ,schreit man sofort es gäbe schwierigkeiten beim umsetzen.wenn sie das nicht können ,dann treten sie wegen unfähigkeit zurück. Antworten
Wir sind schon ein schizophrenes Volk.Mundart ist uns extrem wichtig aber Kinder sollten schon sehr früh eine Fremdsprache lernen,ausser Deutsch.Wenn aber ein Schweizer ein mal Deutsch sprechen muss hört es sich irgendwie wie eine Behinderung an.Für mich einfach unverständlich. Antworten
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