Winterthurer Stadtrat will Wachstum in «richtigen Bahnen» halten

Bilanz zur Halbzeit der Legislatur: Der Stadtrat Winterthur sei «gut unterwegs», wolle sich aber weiter für ein ausgewogenes Verhältnis von Wohnungen und Arbeitsplätzen einsetzen.

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Der Winterthurer Stadtrat ist stolz auf das Wachstum der Stadt in den letzten Jahren. Er werde sich aber bemühen, das Wachstum «in den richtigen Bahnen zu halten», sagte Stadtpräsident Ernst Wohlwend (SP) heute Mittwoch vor den Medien.

Die meisten der vor zwei Jahren vorgelegten 21 konkreten Zielsetzungen für die Legislatur 2006 bis 2010 würden voraussichtlich erreicht. Manche Vorgaben seien sogar bereits zur Halbzeit erfüllt.

Image markant verbessert

«Es gibt nichts, wo wir gescheitert sind», hielt der Stadtpräsident bei der Halbzeitbilanz der Stadtregierung fest. Einige Projekte würden sich allenfalls verzögern oder liessen sich nur zum Teil umsetzen. Bis zum Ende der Legislatur wolle der Stadtrat insbesondere in den Bereichen wirtschaftliche Entwicklung, Verkehr und Kommunikation zusätzliche Akzente setzen.

Das Image der Stadt, die dieses Jahr die 100'000-Einwohner-Grenze erreicht hat, habe sich spürbar verbessert. Und das Vertrauen in den Standort sei deutlich gestiegen. Winterthur, das nicht zur anonymen Grossstadt geworden sei, werde zunehmend auch gesamtschweizerisch wahrgenommen, sagte Wohlwend.

Nicht nur Wohnungen bauen

Obwohl das Interesse an Wohnungsbau riesig sei, werde die Stadt nicht einfach unbegrenzt Land dafür freigeben. Es sei auch Bauland für die Schaffung von Arbeitsplätzen nötig, damit «ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wohnen und Arbeiten» beibehalten werden könne.

Wohlwend sieht gute Entwicklungschancen für Winterthur. Wichtiger als das Tempo sei aber die Qualität. Für deren Sicherung nehme sich der Stadtrat Zeit für breite, vertiefte Diskussionen. Für die Erreichung der Legislaturziele sei das Gremium zum Beispiel auch auf die Unterstützung durch den Grossen Gemeinderat und die Bevölkerung angewiesen.

Positive Entwicklung bei Finanzen

Die städtischen Finanzen hätten sich in der ersten Hälfte der Legislatur positiv entwickelt, sagte Finanzvorsteherin Verena Gick (FDP). Die gute Konjunktur, die stetig steigenden Steuereinnahmen und die leicht verbesserte Steuerkraft hätten dazu geführt.

Für Winterthur sehr kostspielig seien dagegen die Umsetzung des Volksschulgesetzes und des Neuen Finanzausgleichs (NFA). Die Reform des Zürcher Finanzausgleichs (Refa) werde sich dagegen voraussichtlich positiv auf den Winterthurer Haushalt auswirken. «Wir erhalten zwar nicht mehr Geld, aber ein besseres System», sagte Gick. Winterthur erhalte mehr Handlungsspielraum. (fsc/sda)

Erstellt: 03.09.2008, 15:05 Uhr

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