Zürich

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

«Wir verlangen wenig, damit es mit der Integration klappt»

Von Liliane Minor. Aktualisiert am 18.05.2010 47 Kommentare

Der Kanton wolle mit der neuen Kampagne zum Thema Integration bewusst polarisieren, sagt der Sprecher der Justizdirektion Michael Rüegg. Das neue Sujet gebe schon jetzt mehr zu reden, als das bisherige.

1/4 Das Motto der Integrationsförderung des Kantons Zürich findet den Weg in die breite Öffentlichkeit – in Form einer am 17. Mai 2010 lancierten Kampagne.
Direktion der Justiz und des Innern Kanton Zürich

«Wir verlangen wenig, damit es mit der Integration klappt»

   

Freut sich über die Diskussionen, die die neue Kampagne ausgelöst hat: Michael Rüegg, Sprecher der Justizdirektion (Bild: Thomas Burla)

Artikel zum Thema

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Die Reaktion von Kantonsräten auf die Integrationskampagne sind vernichtend. Was sagen Sie dazu?
Damit müssen wir leben. Wir wollten von Anfang an etwas, das polarisiert und zu reden gibt. Allerdings waren die direkten Reaktionen, die ich erhalten habe, viel positiver. Vor allem Migrantinnen und Migranten haben sie recht positiv aufgenommen.

Es gab schon bisher eine Kampagne zur Integration. Was ist an der neuen besser?
Die neue Kampagne spricht echte Themen direkt an, ohne allen Schweizern und Schweizerinnen vorzuwerfen, sie seinen tief drin ein bisschen rassistisch. Zudem wurde die alte Kampagne kaum wahrgenommen.

Wird das überprüft?
Niemand, den wir darauf angesprochen haben, hat die alten Schwarzweissplakate je bemerkt. Über die neuen Sujets wird jetzt schon mehr geredet als über die bisherigen. Ob wir die Wirksamkeit wissenschaftlich überprüfen lassen, wissen wir noch nicht.

Es wird kritisiert, die Kampagne komme im Stil «mahnend erhobener Zeigfinger» daher.
Man kann sie auch anders lesen: dass wir im Grunde recht wenig verlangen, damit es mit der Integration klappt. Das ist die Botschaft.

Warum ist der Haupttext der Plakate Schweizerdeutsch?
Wir wollten, dass die Aussagen authentisch klingen.

Damit besteht aber die Gefahr, dass jene, die angesprochen werden sollen, die Texte gar nicht erst lesen.
Ich glaube, wenn ich an einem Plakat vorbeiginge, auf dem ein kleiner Text neben meiner Landesflagge stünde, dann würde ich ihn auch lesen. Aber es stimmt schon, es braucht dafür ein gewisses Grundinteresse am Thema. Das ist allerdings das Problem jeder Kampagne.

Heisst das, es ist Ihnen bewusst, dass die Wirkung bescheiden ist?
Es ist sicher enorm schwierig, über eine Kampagne das Verhalten zu steuern. Man kann damit aber Diskussionen anregen. Und wir können dem verunsicherten Mittelstand den Rücken stärken, ihm zeigen, dass wir etwas tun. Dazu sind wir gesetzlich verpflichtet. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.05.2010, 13:45 Uhr

47

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

47 Kommentare

urs Holzapfel

19.05.2010, 11:04 Uhr
Melden

@ Eddy Keller: Lieber Herr Keller, was meinen Sie nun eigentlich mit "Deutsch"? Langsam wird man irre daran,denn gerade "Deutsch"schweizer" träumen sich doch in eine Separatkultur und Separatsprache hinein:im Gegensatz zu Tessinern oder Romands leugenen sie einfach die Verwandschaft zum grösseren Nachbarn.Weltfremdes "Wunschdenken" nennt man das! Antworten


Christoph Geiser

18.05.2010, 12:54 Uhr
Melden

Grauenhafte Sujets, aber das ist Geschmackssache. Ich frage mich, welche Zielgruppe damit erreicht werden soll. Zum Beispiel der, der 2400 im Monat verdient und nichts beiseite legen kann? Oder Dealer die nebenbei noch Sozialhilfe kassieren? Einbruchstouristen? Antworten



Zürich

Lokalverzeichnis

Werbung

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Umfrage

Am 17. Juni stimmen wir darüber ab: Würden Sie die Volksinitiative «Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse» heute annehmen?




Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.