ZVV hat 2011 kein Geld für neue Angebote

Aktualisiert am 29.07.2010

Um den steigenden Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr zu begegnen, seien «erhebliche Angebotsausbauten» notwendig. sagt der Zürcher Verkehrsverbund ZVV. Doch im nächsten Jahr fehlt ihm das Geld dafür.

Der ZVV will ab 2012 seine Angebote ausbauen – vorher fehlt ihm das Geld dafür.

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Bild: Sophie Stieger

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Für 2011 beantragt der Regierungsrat dem Kantonsparlament einen Rahmenkredit von 390,6 Millionen Franken. Die Kostenunterdeckung sei im kommenden Jahr um knapp 19 Millionen Franken höher als im laufenden Jahr, heisst es in einer Mitteilung des Regierungsrates vom Donnerstag. Zurückzuführen sei dies unter anderem auf die Inbetriebnahme der dritten Etappe der Glattalbahn vom Bahnhof Stettbach zum Flughafen, die mit 9 Millionen Franken Betriebskosten rechnet.

Das Busnetz im Glattal werde an die Glattalbahn angepasst. Im übrigen ZVV-Gebiet können gemäss Regierungsrat wegen der finanziellen Rahmenbedingungen nur einzelne kostenneutrale Angebotsänderungen umgesetzt werden.

Die Verkehrserträge der Jahre 2008 und 2009 lagen deutlich unter den Planwerten. Deshalb hätten schon für 2010 Sparmassnahmen im Umfang von rund 15 Millionen Franken eingeleitet werden müssen, um den Rahmenkredit 2009/2010 einhalten zu können.

«Erhebliche Angebotsausbauten» ab 2012

In der ZVV-Strategie 2012-2016 hält der Regierungsrat trotz Sanierungsprogramm am Ausbau fest. Um den steigenden Fahrgastzahlen zu begegnen, seien «erhebliche Angebotsausbauten» notwendig. Der ZVV rechnet damit, dass bis 2016 25 Prozent mehr Fahrgäste den Öffentlichen Verkehr benutzen als heute. Mit dem Ausbau sollen das Wachstum aufgefangen und die teils prekären Platzverhältnisse entschärft werden.

Bis 2013 gebe es jedoch aus finanziellen Gründen nur einzelne neue Angebote. Umso wichtiger seien deshalb die im Anschluss daran geplanten Ausbauten, betont die Regierung. Bis 2015 werden die ersten zwei Etappen der 4. Teilergänzung der S-Bahn in Betrieb genommen. Diese sind zeitlich auf die Eröffnung der Durchmesserlinie und den neuen Tiefbahnhof Löwenstrasse in Zürich abgestimmt. Ebenfalls angepasst werden die Busfahrpläne, vorangetrieben werden zudem das Projekt Tram Hardbrücke und die Limmattalbahn.

Keine Abstriche bei der Qualität

Bei der Qualität und der Kundenzufriedenheit will der ZVV keine Abstriche machen. Im Fokus stehen die Pünktlichkeit und die Sicherheit der Fahrgäste. Die Passagiere sollen künftig umfassend informiert werden. Dabei setzt man auf die neuen technologischen Möglichkeiten, insbesondere auf Mobiltelefone. Darüber hinaus sollen der Energieverbrauch pro Person und damit die CO2-Emissionen gesenkt werden. Erreichen will der ZVV dieses Ziel unter anderem mit der Förderung von umweltfreundlicheren Fahrzeugen wie etwa Hybridbussen. (fsc/sda)

Erstellt: 29.07.2010, 12:38 Uhr

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