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Zahl der kriminellen Nordafrikaner verdoppelt sich bis Ende Jahr

Von Stefan Hohler, Simone Rau. Aktualisiert am 30.11.2011 321 Kommentare

Die Zürcher Kantonspolizei hat es vermehrt mit jungen Maghrebinern zu tun, vor allem aus Tunesien.

«Sie treten fordernder auf, als wir es jemals erlebt haben»: Von den 80 Asylsuchenden im Durchgangszentrum Zollikon stammen die meisten aus Tunesien.

«Sie treten fordernder auf, als wir es jemals erlebt haben»: Von den 80 Asylsuchenden im Durchgangszentrum Zollikon stammen die meisten aus Tunesien.
Bild: Nicola Pitaro

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Was viele Kantone in den vergangenen Monaten festgestellt haben, trifft auch auf Zürich zu: Junge Männer aus Nordafrika machen der Polizei vermehrt zu schaffen. So verhafteten beispielsweise die Stadtpolizeien von Zürich und Winterthur letztes Wochenende neun Maghrebiner wegen Diebstählen, Autoeinbrüchen und Vandalismus an neun Autos.

Insgesamt hatte es die Polizei im Kanton Zürich zwischen Januar und Juni 2011 mit mehr als 500 straffälligen Nordafrikanern zu tun. Im ganzen vergangenen Jahr waren es «lediglich» 700 Fälle. Die Delikte betreffen vor allem Kleinkriminalität und Drogendelikte. Laut einem Sprecher der Zürcher Kantonspolizei ist der Trend für das zweite Halbjahr 2011 weiterhin steigend. «Wir rechnen mit einer Verdoppelung der tatverdächtigen Personen gegenüber dem Vorjahr.» Der Anteil der Tunesier beträgt dabei fast die Hälfte.

Anstieg der Delikte verläuft parallel

Der Anstieg der Delikte verläuft parallel zur Zunahme von tunesischen Asylgesuchen: Im Jahr 2008 ersuchten 7 tunesische Staatsbürger im Kanton Zürich um Asyl, allein im dritten Quartal 2011 waren es deren 301.

In den Zürcher Asylzentren fallen – wie auch in den anderen Kantonen – vor allem die Tunesier negativ auf. Mehr als das: Die Situation sei bedeutend schlimmer als alles, was man bisher mit Asylbewerbern erlebt habe, sagt Roman Della Rossa von der ORS Service AG, die sich auf die schweizweite Betreuung und Unterbringung von Asylsuchenden und Flüchtlingen spezialisiert hat.

Beschimpfungen und tätliche Angriffe

Viele der jungen Tunesier hätten eine genaue Vorstellung davon, wie ihr Leben in der Schweiz auszusehen habe. «Sie wollen ein Universitätsstudium, einen gut bezahlten Job, eine eigene Wohnung, schicke Kleider – und all dies möglichst schnell», sagt Della Rossa.

Neben den hohen Ansprüchen machten den Betreuern Beschimpfungen und tätliche Angriffe zu schaffen. «Keinen Betreuer lässt es kalt, wenn er von tunesischen Asylbewerbern beschimpft oder gar tätlich angegriffen wird. Das sind Momente, die sehr schwierig auszuhalten sind», sagt Della Rossa.

Doch es bleibe den Betreuern nichts anderes übrig, als täglich mit den tunesischen Asylsuchenden zu reden und ihnen die Konsequenzen ihres Handelns klarzumachen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.11.2011, 06:19 Uhr

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321 Kommentare

Claudia Fischer

30.11.2011, 06:57 Uhr
Melden 432 Empfehlung

Meines Wissens wird in Tunesien niemand politisch verfolgt. Das sind also - trotz oder wegen der aktuellen politischen Situation in Tunesien - Wirtschaftsflüchtlinge. Die Antwort ist klar und deutlich: Geltendes Gesetz durchsetzen und die Leute ausschaffen. Antworten


Gerhard Keller

30.11.2011, 07:02 Uhr
Melden 318 Empfehlung

Es müssen doch beschleunigte Asylverfahren sprich Prüfungen der Gesuche möglich sein wenn von vorneherein klar ersichtlich ist, dass kein Anspruch besteht. Das gilt auch für exjugoslawische Länder aus denen immer noch viele Gesuche kommen und die entsprechenden Amtsstellen beschäftigen. Im Interesse der wirklich Verfolgten wäre das nur gerecht und im Hinblick auf die Bevölkerung nichts als fair. Antworten



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