Zigarrenliebhaber gründen ihr eigenes Fumoir

Für den Zigarrenliebhaber Jean-Christoph Gyr war ein Rauchverbot in Zürcher Gastrobetrieben nur eine Frage der Zeit.

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Der Verleger, Journalist und Goldhändler machte sich deshalb bereits vor drei Jahren Gedanken darüber, wie er auch weiterhin seiner Leidenschaft frönen kann. Gyr kam auf die Idee, gleich einen eigenen Club einzurichten. Mit einem Kollegen gründete er den Zurich Cigarclub.

Als sich im Rennweg-Quartier die Gelegenheit bot, einen Coiffeursalon zu übernehmen, zögerten die beiden nicht lange. Sie kauften das Geschäft laut Gyr für einen «mittleren sechsstelligen Betrag». Rund 300 000 Franken steckten sie in den Ausbau ihres Clubs, dessen verwinkelter Raum den Innenarchitekten vor einige Probleme stellte. Neun Monate später, im November 2007, feierte die beiden Initianten die Eröffnung ihres Clubs, der mittlerweile 20 Mitglieder zählt. Unter den Zigarrenliebhabern ist auch eine Frau. Das Ambiente der Raucheroase, ausgerüstet mit einem leistungsstarken Lüftungssystem, wirkt gediegen. Dafür sorgen neben ledernen Clubsesseln aus den Dreissigerjahren, der Holzboden, dezente Lichter und die Wände aus hellem Erlenholz.

Die Werbetrommel zu rühren, liegt Gyr fern. «Wenn wir uns einen Geldgeber an Bord holen, schafft dies nur Druck und eine Erwartungshaltung.» Die beiden bezahlen lieber das Defizit aus der eigenen Tasche, um unabhängig zu bleiben. Der Club trägt erst ab 50 bis 60 Mitgliedern seine eigenen Kosten. Wer beitreten will, bezahlt einen Jahresbeitrag von 2000 Franken. Dafür steht der Club dank einem persönlichen Zugangscode rund um die Uhr zur Verfügung. Mitglieder können auch Gäste und Kunden ins Lokal nehmen. Neben Zigarren, alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken stehen auch Snacks bereit. Wer etwas konsumiert, bezahlt dafür einen Unkostenbeitrag in die Kasse. Obwohl der Zürich Cigarclub edel und exklusiv wirkt, braucht man kein dickes Bankkonto oder einen einflussreichen Götti als Fürsprecher, um Mitglied zu werden. «Jedermann ist bei uns herzlich willkommen», sagt Gyr. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.10.2008, 22:29 Uhr

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