Zoo stellt Suche nach Kelso ein

Der ausgebüxte Affe hat trotz der kalten Temperaturen keinen Kontakt zu Menschen gesucht. Deshalb schwinden die Chancen, dass er noch lebt.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Zoo Zürich hat die Suche nach dem Ende August ausgebüxten Gelbbrustkapuzineraffen Kelso eingestellt. Da Kelso auch in den kälteren Tagen keinen Kontakt zu Menschen gesucht habe, seien die Chancen geschwunden, dass er noch lebe, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Die Situation ist wegen der tiefen Temperaturen für Kelso immer schwieriger. Wie der Zoodirektor gegenüber dem Tagesanzeiger.ch/Newsnet vor einem Monat mitteilte, würden das fehlende Futterangebot und andauernde Temperaturen unter null Grad wohl kritisch.

Der gut eineinhalbjährige Kelso hatte am 27. August seine Familie und das Gehege verlassen. Der Zoo meldete den Vorfall dem Wildhüter, der Polizei und dem Veterinäramt. Tierpfleger machten Rundgänge im nahen Wald, die Bevölkerung hielt ebenfalls Ausschau. Auch Tierkommunikatorinnen meldeten sich, konnten Kelso aber auch nicht finden, wie der Zoo weiter mitteilte.

Weitere Meldungen willkommen

In der Nähe des Zoos wurden Fallen aufgestellt, die mit SMS-Meldern und Tonbändern mit den Stimmen der Familienmitglieder ausgestattet waren. Nach seiner Flucht war der rund ein Kilogramm schwere und etwa 25 Zentimeter grosse Kelso in den ersten zwei Wochen dreimal gesehen worden. Dort wurden auch Fotofallen aufgestellt. Mitte September hatte etwa eine Frau das Gelbbrustkapuzineräffchen in Schrebergärten nahe dem Fifa-Hauptsitz gesehen.

Obwohl der Zoo die aktive Suche eingestellt hat, nimmt er gemäss Mitteilung gerne weitere Meldungen über den Aufenthaltsort des Äffchens entgegen. (pia/sda)

(Erstellt: 08.11.2012, 12:55 Uhr)

Stichworte

Artikel zum Thema

Ab null Grad wird es kritisch für Kelso

Kelso, der kürzlich aus seinem Gehege im Zoo Zürich entwischen konnte, ist noch immer nicht gefunden. Sinken die Temperaturen weiter, wird es für ihn lebensbedrohlich. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Marktplatz

Die Welt in Bildern

Party-Lämmer: Alljährlich treffen sich in der Black Rock Wüste in den USA zehntausende beim Burning Man Festival zur Selbstdarstellung und zum Feiern. Viele reisen mit selbst kreierten Mobilen wie diesem Schulbus im Schafkostüm an (23. August 2014).
(Bild: Andy Barron) Mehr...