Zürcher Spezialisten helfen Verstümmelten auf Haiti
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Ein Chirurg, zwei Orthopädietechnikern und zwei Physiotherapeuten der Uniklinik Balgrist sind nach Haiti gereist. Sie helfen Opfern des schweren Erdbebens von Anfang Jahr. Bei der Naturkatastrophe hätten herabstürzende Decken und Wände mehreren tausend Menschen Finger, Arme oder Beine zerquetscht, schreibt die Uniklinik Balgrist in einer Mitteilung vom Donnerstag. Schätzungsweise gegen 6000 Menschen hätten Beine oder Arme amputiert werden müssen.
Viele von ihnen suchen Hilfe im Hôpital Albert Schweizer in Deschapelles, einer Ortschaft 80 Kilometer nördlich der Hauptstadt Porte-au-Prince. Das Spital wird vom Schweizer Kinderarzt Rolf Maibach geführt, der seit 2006 auf Haiti lebt.
Amputierte brauchen Nachbehandlung
Das Balgrist-Team werde Maibach während eines Monats unterstützen, heisst es in der Mitteilung. Viele Amputierte benötigten eine Nachbehandlung, weil die Operationsstümpfe wegen ungenügender Qualität, Wundheilungsstörungen und Infektionen operativ korrigiert werden müssten.
In den vergangenen Monaten hat das Hôpital Albert Schweizer eine eigene Prothesen-Werkstatt aufgebaut und ein Rehabilitationszentrum errichtet. Bis Ende Mai wurden nach Angaben der Uniklinik Balgrist bereits über 350 Prothesen fabriziert und angepasst. Noch immer warteten aber unzählige Haitianer - unter ihnen viele Kinder - auf eine Prothese.
Die beiden Orthopädietechniker der Uniklinik Balgrist helfen beim Bau und bei der anschliessenden Anpassung der Prothesen mit. Gleichzeitig schulen sie lokales Personal. Die Physiotherapeuten aus Zürich helfen den Amputierten, mit der Prothese wieder laufen zu lernen. (ep/sda)
Erstellt: 01.07.2010, 10:09 Uhr


































