Zürich
Zürcher im Goldrausch
Von Jvo Cukas. Aktualisiert am 08.08.2011 11 Kommentare
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Der Goldpreis steigt stetig. 42'000 Franken kostet heute ein Kilo. Ähnlich sieht es beim Silber aus: Für rund 960 Franken wird das Kilo heute an der Börse gehandelt.
Nun wollen die Zürcher ihr Edelmetall zu Geld machen. «Die Leute haben plötzlich gemerkt, dass sie Dinge, die seit Jahren in der Schublade liegen, zu Geld machen können», meint Bruno Lütolf, Sprecher der Goldrausch AG. Bis zu 30 Leute kämen täglich zu seiner Ankaufsstelle. Dabei gehe es nicht um Leute, die in einer finanziellen Notlage seien. «Wer kein Geld hat, besitzt meist auch kein Gold.» Oft wolle man einfach Schmuck oder Uhren, die aus der Mode gekommen seien, loswerden. «Die Leute gehen lieber drei Wochen schön in die Ferien oder kaufen sich etwas, das sie brauchen können.»
Silber ebenfalls hoch im Kurs
Doch nicht nur der Ankauf lohnt sich für die Händler. Auch die Nachfrage nach Goldmünzen oder Vrenelis sei hoch, wie Hans Ulrich Wartenweiler, Geschäftsführer der Erwin Dietrich AG, ausführt: «Es gibt nur noch kleine Lagerbestände, viele kommen auch vorbei, um zu kaufen.»
Doch nicht nur Gold ist hoch im Kurs. Auch das Silberbesteck der Grossmutter oder Silbermünzen zu veräussern, ist zur Zeit beliebt. Peter Isler, Geschäftsführer der Isler Handels AG, bezahlt für ein Kilo Reinsilber rund 760 Franken. Der Börsenkurs liegt zwar bei 960 Franken, aber «die Schmelzkosten sind bei Silber viel höher als bei Gold». Deshalb seien da die Margen etwas höher.
Silber schmelzen ist teuer
Die Isler Handels AG kauft vor allem Silberbesteck und Silbergeld. Am häufigsten ist beim Besteck dabei die Zahl 800 oder 925 eingraviert, das Besteck weist also den hohen Silbergehalt von 80 beziehungsweise 92,5 Prozent auf. Laut Erwin Dietrich AG-Geschäftsführer Wartenweiler lohnt es sich bei einem Kilopreis von nahezu 1000 Franken aber auch, Silber mit einem geringeren Reinheitsgrad einzuschmelzen.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 08.08.2011, 16:53 Uhr
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11 Kommentare
Gold ist Geld - auch wenn Barnanke das negieren möchte und im Hintergrund selbst Gold hortet, falls es zu einer Währungsreform kommen sollte. Was die USA im Irak (Öl gegen EURO) und Libyen (Öl gegen Gold-Dinare) zu 'retten' versuchen, lässt sich nicht mehr aufhalten; Der Niedergang des Petrodollars - aus 'thin air', wie einige Tieferblickende in den USA sagen. Antworten
Dabei sprach der Tagi vor einiger Zeit immer von der Goldblase. Bisher gab es andere blasen und wenn nun versucht wird, der CHF zu drücken - dann wird der Edelmetallpreis auch in dieser Währung steigen. Für mich zeigt der hohe Gold- und Silberpreis an, wie schlecht und kurzsichtig in diesen Tagen gewirtschaftet wird - mit hohen Staatsschulden, welche die Währungen verwässert! Antworten
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