Zürich

Zürich bietet ausgesteuerten Arbeitslosen ein Auffangnetz

Aktualisiert am 20.11.2012

Weil sich in der Zeit ohne Betreuung die persönlichen Probleme verschärfen, will die Stadt Ausgesteuerten Berater zur Seite stellen. Das Pilotprojekt kostet 910'000 Franken.

Artikel zum Thema

Teilen und kommentieren

Die Redaktion auf Twitter

Folgen Sie dem Ressort auf dem Kurznachrichtendienst

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Arbeitslose, die keinen Anspruch mehr haben auf Leistungen der Arbeitslosenkasse, aber noch keine Sozialhilfe beziehen können, geraten oft in eine prekäre Lage. Mit dem Projekt «Coaching für Ausgesteuerte» wollen Stadt und Kanton Zürich Betroffene gezielter beraten.

Im Kanton Zürich werden monatlich rund 500 Personen ausgesteuert, in der Stadt Zürich sind es rund 150 bis 200. Viele der Betroffenen fallen dabei zwischen Stuhl und Bank, wie SP-Stadtrat Martin Waser am Montag vor den Medien erklärte. Sie haben keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengelder, können aber auch keine Sozialhilfe beziehen, solange das Ersparte nicht weitgehend aufgebraucht ist.

Das fehlende Beratungsangebot in dieser Übergangszeit wirke sich häufig negativ auf die betroffenen Menschen aus, sagte der Vorsteher des Sozialdepartementes weiter. Oft verschärften sich in der Zeit ohne Betreuung persönliche Probleme und beeinträchtigten die Integrationschancen.

«Massgeschneiderte Beratung»

Mit dem Projekt Coaching für Ausgesteuerte wollen Stadt und Kanton Zürich deshalb die Zusammenarbeit von Arbeitslosenversicherung (ALV) und Sozialhilfe verstärken. Eine ähnliche Lösung verlange auch eine Motion auf Bundesebene, sagte Waser. Bis jedoch etwas passiere, könne es noch Jahre dauern. Solange wolle die Stadt Zürich nicht warten.

Laut Mirjam Schlup Villaverde, Direktorin der Sozialen Dienste der Stadt Zürich, bietet das Coaching «massgeschneiderte Beratung» für ausgesteuerte Personen an. Es gelte, deren Fähigkeiten zu stärken und ihre Arbeitssuche zu unterstützen. Zum andern wolle man negativen Begleiterscheinungen vorbeugen und so Ausgesteuerte neu motivieren.

Auf zwei Jahre befristet

Das Projekt Coaching für Ausgesteuerte sei innovativ und habe Vorbildcharakter, sagte SVP-Regierungsrat Ernst Stocker. Jeder Arbeitslose, der wieder in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden könne, entlaste das Gesamtsystem.

Laut dem Volkswirtschaftsdirektor leisten die RAV hervorragende Arbeit. Sie könnten aber nicht verhindern, dass rund ein Fünftel der Arbeitslosen ausgesteuert werde und davon rund ein Drittel in der Sozialhilfe lande.

Für das auf vorerst zwei Jahre befristete Pilotprojekt sind 910'000 Franken veranschlagt. Die Kosten tragen Kanton, Stadt und Dritte. Nach zwei Jahren wollen Stadt und Kanton dann entscheiden, ob das Angebot flächendeckend eingeführt wird. (pia/sda)

Erstellt: 20.11.2012, 14:26 Uhr

Zürich

Populär auf Facebook Privatsphäre

Lokalverzeichnis

Werbung

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

Verzeichnis- & Serviceportal

Marktplatz

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

Abopreise vergleichen

Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie