Zürich
Zürich erhält zwei neue Bikeparks
Von Felix Schindler. Aktualisiert am 18.03.2010
Wird im April erweiterte: Der Bike-Parcours auf dem Zürichberg. (Bild: traildevils.ch)
BMX, Pumptrack und Dirtjump: Was der Bikerjargon bedeutet
Eine BMX-Bahn ist eine Bahn mit Start und Ziel. Dazwischen liegen hohe Anliegerkurven, zahlreiche Wellen, Sprünge und einigen Flachstücke. Der Pumptrack dagegen ist ein Rundkurs, die Wellen und Anliegerkurven sind kleiner und so angelegt, dass der Fahrer nicht zu treten braucht. Er holt sich den Schwung, indem er mit Pumpbewegungen über die Wellen fährt. Der Vorteil eines Pumptracks: Anlagen dieser Art können gleichzeitig von Anfängern und Fortgeschrittenen befahren werden. Und Dirtjumps schliesslich sind modellierte Erdhügel, über die geübte Biker springen und dabei spektakuläre Manöver wie Saltos und 360-Grad-Rotationen ausführen. (fsc)
Pumptrack in Berlin: Beispiel für einen Bike-Parcours, wie er ähnlich auf dem Zürichberg gebaut wird. (Quelle: Vimeo)
Etwas gesehen, etwas geschehen?
Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...
«Wir werden einen Parcours bauen, der die Elemente einer BMX-Bahn und eines Pumptracks mit Dirtjumps kombiniert», sagt Claudio Caluori von Velosolutions.
Caluori steht zusammen mit dem umtriebigen Zürcher Bikeshopbesitzer Pete Stutz hinter dem Projekt. Der Bikepark wird hinter dem Sihlcity auf einer Baubrache zu stehen kommen. Auf 6000 Quadratmetern soll ein Rundkurs mit Wellen, Sprüngen und Anliegerkurven entstehen. Die verschiedenen Hindernisse sollen einzeln oder hintereinander als Rundkurs befahren werden können. Dieses Konzept lasse sich als Weltneuheit bezeichnen. «Das gibt es so noch nirgends», sagt Caluori.
Zwei Millionen Franken kosten die Anlagen
Baubeginn für den Bikepark ist im Herbst 2011, zwei Monate später soll er eröffnet werden. «So ist es mit der Stadt abgemacht. Aber ich glaube es erst, wenn die Baumaschinen aufgefahren sind», sagt Caluori. Seine Skepsis kommt nicht von ungefähr: Acht Jahre begleitet er das Projekt inzwischen, und immer wieder kamen Einsprachen, Budgetkürzungen und andere Stolpersteine dazwischen. Zuletzt verzögerte sich da Projekt, weil Altlasten auf dem Areal zu umfangreichen Abklärungen führten. «Jetzt sind aber alle Rekurse vom Tisch», wie Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich auf Anfrage sagt. Dem neuen Tummelplatz für Biker steht nichts mehr im Weg.
Die Kosten für den Kurs betragen rund 1,9 Millionen Franken. «Die Anlage ist sehr gross. Für den Bau sind umfangreiche Erdbewegungen nötig. Ausserdem werden auch Bäume gepflanzt und Umgebungsarbeiten ausgeführt», rechtfertigt Handschin von Grün Stadt Zürich das Budget.
«Wir wollen den Bikern nicht einfach einen Park vor die Nase setzen»
Trotzdem brauchen die Biker nicht so lange auf einen neuen Bikepark zu warten, nämlich nur bis Anfang Mai dieses Jahres. Am Zürichberg wird ein 250-Meter langer Pumptrack entstehen. «Pumptracks sind die Finnenbahnen der Mountainbiker», sagt Stutz. Dieser wird einen kleinen, seit mehreren Jahren bestehenden Parcours ergänzen.
Für die Bikepark zuständig ist Grün Stadt Zürich, an dem Bauarbeiten beteiligen werden sich aber Leute aus der Bikeszene selbst. Zusammen mit Forstmitarbeitern werden sie ab dem 12. April zur Schaufel greifen. «Dadurch können wir dazu beitragen, dass die Anlage ein Top-Niveau hat. So wird der Park bei den Bikern langfristig gut ankommen», sagt Stutz. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 18.03.2010, 14:48 Uhr



