Zürich rutscht ins Defizit

In Zürich ist die lange Serie von finanziellen Überschüssen vorbei: Wegen der Finanzkrise rechnet die Stadt für das nächste Jahr mit einem Defizit von knapp 200 Millionen Franken.

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Bei den Steuererträgen der Unternehmen wird für 2009 bei gleich bleibendem Steuerfuss ein Rückgang von 259 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr prognostizert. Der Voranschlag erwartet einen Gesamtertrag von rund 7,7 Milliarden Franken bei Gesamtausgaben von 7,9 Milliarden, wie die Sadt am Dienstag mitteilte. Grund für den massiven Steuerrückgang von knapp 200 Millionen Franken sind die Verluste bei den Banken.

Bereits bei den Finanzen für 2008 hinterlässt die Bankenkrise deutliche Spuren: Statt eines prognostizierten Überschusses von 59 Millionen Franken wird neu von einem Defizit von 190 Millionen ausgegangen. Grund ist ebenfalls der massive Rückgang bei den Steuern (minus 310 Millionen).

Erstes Defizit seit 1999

Damit rechnet die grösste Schweizer Stadt ermstmals seit 1999 wieder mit Defiziten. Das solide Finanzpolster mit einem Eigenkapital von gegenwärtig rund 952 Millionen Franken dürfte wegen der auch über 2009 hinausgehenden Defizite massiv schrumpfen. (ep/sda)

Erstellt: 30.09.2008, 11:05 Uhr

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